„Viele Kinder leiden heutzutage unter Reizüberflutung“, sagt Katrin Thoma vom Kindergarten Binzgen. „Die Kinder leben in einer schnelllebigen Zeit und wir wollen ihnen einen Ort der Ruhe schaffen.“ Der Raum soll den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit bieten und ihre Sinne ganzheitlich schulen. „Genaues Hinschauen, Hören, aber auch Riechen und Schmecken kommt heutzutage oft zu kurz“, so Thoma. Im neuen Sinnesraum sollen die Kinder die Möglichkeit haben zu beobachten, zu entspannen und Kraft zu tanken.

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Zur Ausstattung gehören „unterschiedliche Lichtquellen, die verschiedene visuelle Effekte erzeugen, wie zum Beispiel Wassersäulen“, sagt Katrin Thoma. Auch verschiedene Lichtprojektoren mit Farbrad und Spiegelkugel und Entspannungsmusik gehören dazu. Der Geruchssinn wird zudem mit Duftölen oder Duftsäckchen angeregt. „Es ist schwierig so ein Angebot in einen Raum zu integrieren, da außen rum doch immer Ablenkung herrscht“, sagt Thoma. Einen passenden Raum gibt es im Kindergarten Binzgen aber schon: „Im Moment ist unser geplanter Sinnesraum ein Musikzimmer“, sagt Katrin Thoma. „Wir wollen ihn ansprechender gestalten und den Kindern mit neunen Materialien noch mehr Reize zum Beobachten, Hören und Sehen schaffen.“

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Der Kindergarten Binzgen hofft beim Wettbewerb für Kinderprojekte von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus deshalb auf eine finanzielle Unterstützung. Neben der individuellen Erfahrung, die die Kinder im Sinnesraum machen können, soll es zusätzlich angeleitete Angebote der pädagogischen Fachkräfte geben. „Stress und Hektik stehen heutzutage überall auf dem Terminplan. Wir wollen den Sinnesraum in den Kindergartenalltag integrieren und den Kindern die Möglichkeit geben, täglich ihre Sinne zu schulen und dadurch Kraft zu tanken für ihren weiteren Lebensweg.“