Wer dieser Tage die Wasenhaldenstraße entlanggegangen ist, dem dürften vermutlich die bunten Ornamente und Plaketten an der Treppe aufgefallen sein, die sich den Hang zur Panoramastraße hinaufzieht. Als Letztes haben Schüler der Bezirksschule Blauen die kleinen Keramik-Masken der Narro-Altfischerzunft angeklebt. Die Idee für die Gestaltung der Treppe, die fortan offiziell den Namen „Salm-Stufen“ trägt, hatte der Alt-Gemeinderat und Präsident des Museumsvereins, Hannes Burger, bei einem Besuch der sizilianischen Töpferstadt Caltagiron, als er die Scalinata di Santa Maria del Monte betrachtete, „eine farbenfrohe Treppe, die mit wunderschönen Fliesen besetzt ist“, wie er sagt.

Erinnerung an den Salm-Fang

Der Grund, weshalb Burger auf den Namen „Salm-Treppe“ kam, erklärt er aus der Historie der Stadt. So gehörte einst die Salmfängerei zur Haupteinnahmequelle der Laufenburger. Auf ihrem Weg zum Meer mussten die Salme – so heißen die Lachse beim Aufstieg – auch die Stromschnellen, genannt Laufen, passieren. Mit dem Kraftwerksbau von 1906 bis 1914 verschwand der Beruf des Salmfischers und damit eine jahrhundertelange Erwerbs- und Nahrungsgrundlage der Laufenburger.

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Schüler aus den dritten Klassen der Bezirksschule Blauen haben Burgers Idee innerhalb von drei Tagen umgesetzt. Sie brachten mehr als 500 Plaketten der Narro-Altfischerzunft an den 128 Treppenstufen an. Die Sika Schweiz AG beriet die Schüler beim Anbringen und stellte den Spezialklebstoff gratis zur Verfügung. „Wir mussten einige Laborversuche durchführen, um herauszufinden, wie zwischen Keramik und Beton eine optimale Haftung garantiert werden kann“, sagt Thomas von Känel, Technischer Verkaufsberater von der Sika Schweiz AG. Dadurch, dass der Leim U-förmig auf die Rückseite aufgetragen wurde, kann die Feuchtigkeit zwischen dem Beton und der Keramikmaske immer abfließen. „So gibt es keine Gefahr, dass es zu gefrierender Nässe kommt und die Masken dadurch absprengen“, sagt von Känel.

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Erforderlich vor dem Anbringen war es, die Treppe zunächst mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, was Burger, zusammen mit dem Bauamt, selbst in die Hand nahm. „Da musste ich ständig hoch und runter laufen. Das war wie im Fitnessstudio“, sagt er mit einem Schmunzeln. Burgers Absicht war es auch, die Schüler künstlerisch mit einzubeziehen.

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Unter der Anleitung von Kunstlehrer Florian Streit zeichneten die Schüler 140 Entwürfe und schnitten diese in Kartonschablonen aus. Schließlich haben es 70 Ornamente, die mit Acryl- und Sprayfarbe aufgetragen wurden, auf die Treppe geschafft. „Die Gestaltungen nehmen einerseits das Motiv des Salms auf, andererseits haben wir uns mit der Erweiterung der Motive ins Groteske den Masken thematisch angenähert“, sagt Streit. So zieren nun auch Mischwesen oder pflanzliche Motive die Treppe. „Wir haben uns dafür entschieden, Pastelltöne zu verwenden, damit die Motive und Plaketten sich keine Konkurrenz machen“, erklärt der Kunstlehrer.