„Um unseren Seniorinnen und Senioren und auch den Behinderten ein langes und lebenswertes Leben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen“, möchten Jürgen Wagner und Dieter Hähnel die Gründung eines Stadtseniorenrates unterstützen. Um das Interesse hierfür auszuloten, hat Bürgermeister Ulrich Krieger engagierte Bürger zu einer Versammlung eingeladen, die am Dienstag, 15. März, 15 Uhr, im Ratssaal des Rathauses stattfindet.

In einem Gespräch, das unsere Zeitung mit Jürgen Wagner und Dieter Hähnel führte, wollten wir wissen, was sie sich von einer solchen Institution erwarten und was sie damit erreichen wollen. Sie seien sich bewusst, dass in Laufenburg Egon Gerteis mit dem Ökumenischen Seniorenwerk, Elisabeth Maier mit ihrem Hospizdienst und Heinz Lüthy mit regelmäßigen Wanderungen schon einiges für die Senioren auf die Beine gestellt haben. Dieses Angebot möchte man auf keinen Fall infrage stellen, sondern durch zusätzliche Angebote ergänzen. Der Stadtseniorenrat, der konfessionell und politisch unabhängig ist, soll eine Brücke zur politischen Gemeinde Laufenburg bilden und Hilfestellung und Unterstützung für Ältere bieten. Zunächst strebt man eine Interessen- und Arbeitsgemeinschaft an, wobei daraus später ein eingetragener Verein werden kann, wie das beispielsweise beim Ortsseniorenrat in Murg geschehen ist.

Jürgen Wagner und Dieter Hähnel haben sich Anregungen sowohl in Murg als auch Küssaberg bei den dortigen Ortsseniorenräten eingeholt. Ebenso sind sie mit dem Kreisseniorenrat und ihrem Vorsitzenden Gernot Strohm in Verbindung getreten. So möchte man zunächst regelmäßige Sprechstunden in allen Ortsteilen abhalten, um den Senioren vertraulich die Möglichkeit zu geben, zu sagen, wo ihnen der Schuh drückt. Natürlich können sie sich auch direkt per Telefon und E-Mail an Kontaktadressen wenden, so dass schnell unbürokratisch Hilfe geleistet werden kann und Probleme auch vor Ort besprochen werden können. Wie in Murg, das mit seiner Seniorenbörse großen Erfolg hat, ist die Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe angedacht, in dessen Rahmen beispielsweise kleine Reparaturen, Gartenarbeiten und Hilfe beim Einkauf koordiniert werden könnten. Ebenso sind Fahrdienste, Fortbildungsangebote, PC-Kurse und Vorträge geplant.


Interview mit Wolfgang Tritschler.

Um zu erfahren, wie der seit 2011 erfolgreich von Wolfgang Tritschler geführte Ortsseniorenrat in Murg funktioniert, haben wir ihm einige Fragen gestellt
Seit dem Jahr 2011 gibt es den Ortsseniorenrat in Murg. Wolfgang Tritschler spricht über die inzwischen reibungslos laufende Arbeit, die Ehrenamtliche leisten.Herr Tritschler, wie hat sich der Ortsseniorenrat Murg in den letzten fünf Jahren entwickelt?

31 Mitglieder waren bei der Gründungsversammlung zum eingetragenen Verein, die am 14. April 2011, stattfand, zugegen. Heute zählt der Verein 102 Mitglieder, was mir zeigt, dass der Ortsseniorenrat erfolgreich agiert und die Bedürfnisse ihrer Mitglieder weitgehend abdeckt.

Welche Aktivitäten sind seit der Gründung hinzugekommen und wie kommen die regelmäßigen Treffen bei den Seniorinnen und Senioren an?

Besonders positiv hat die Seniorenbörse Anklang gefunden: Die 33 Personen, die sich bereit erklärt haben, Hilfe zu leisten, haben alle Hände voll zu tun, kleine Arbeiten in Haus und Garten auch gegen Bezahlung bei älteren Mitbürgern auszuführen. Auch die Themennachmittage, die jeden ersten Donnerstag im Monat im Gasthaus Engel bei Kaffee und Kuchen stattfinden, werden von durchschnittlich 21 Personen besucht.

Wie wird der Ortsseniorenrat von den Vertretern der Gemeinde unterstützt?

Dies ist verbesserungsbedürftig. So findet zur Generalversammlung, die am Mittwoch stattfindet, niemand von der Gemeinde Zeit, an dieser teilzunehmen. Dies ist für mich ein Beweis von fehlendem Interesse an der Arbeit des Ortsseniorenrates.