Das dritte Benefizkonzert vom Förderverein Kultur im Schlössle zu Gunsten des neuen Konzertflügels stand unter dem Thema „Ein Flügel ist selten allein“ und bescherte den Zuhörern eine Fülle von musikalischen Höhepunkten.

Am späten Nachmittag vom Muttertags-Sonntag bekam der Flügel im Laufenburger Schlössle mit der Laufenburger Violinistin Christina-Maria Moser eine außergewöhnlich charmante und musikalisch überragende Begleitung. Richard Octaviano Kogima nahm am Flügel Platz und überzeugte mit seinem meisterlichen Spiel. Das Duo begeisterte das Publikum im vollbesetzten Schlösslesaal mit seinen Darbietungen. Die Musiker präsentierten ein ausgefeiltes Programm mit Werken von Komponisten aus ganz unterschiedlichen Zeitepochen.

Die Romanze Nr. 2 von Ludwig van Beethoven (1770-1827) erklang am Anfang des Konzerts. Das Stück wird von einem lyrischen Thema der Violine eingeleitet, begleitet vom Klavier. In die neuere Zeit versetzte das Stück „Fratres“ des Komponisten Arvo Pärt (*1935) die Zuhörer mit kontrastreichen Klängen einer modernen Komponierweise. Die Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 von Johannes Brahms (1833-1897) bildete einen kammermusikalischen Höhepunkt an diesem Konzert.

Christina-Maria Moser und Richard Octaviano Kogima konzertierten im Laufenburger Schlössle..Bild: Charlotte Fröse.
Christina-Maria Moser und Richard Octaviano Kogima konzertierten im Laufenburger Schlössle. Bild: Charlotte Fröse

Als exzellenter Solokünstler präsentierte sich der Pianist Richard Octaviano Kogima mit der Englischen Suite Nr. 3 aus der Feder des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750). Virtuos und mit einer unerhörten Nuancenvielfalt interpretierte er die einzelnen Sätze.

Maria Theresia Rist, Vorsitzende vom Förderverein Kultur im Schlössle, berichtete am Konzert, dass über Spenden bereits gut die Hälfte der symbolischen Tasten des neuen Konzertflügels vergeben sind. "Weitere Spenden werden gerne entgegengenommen", betonte Rist. Für das Konzert am Sonntag wurde kein Eintritt verlangt, jedoch spendeten die Zuhörer bereitwillig einen Obolus. Auch die Musiker verzichteten weitgehend auf ihre Gage.

Der Verein hofft, dass bereits im nächsten Jahr Konzerte auf einem eigenen Steinway-Flügel gegeben werden können. Der Steinway-Flügel für das Konzert am Sonntag war eine Leihgabe vom Klavierhaus Labianca, wie Rist erfreut mitteilte. Dadurch kamen die Konzertbesucher schon jetzt in den Genuss die Klangfülle eines meisterlichen Instruments zu erleben. Bürgermeister Ulrich Krieger lobte das große Engagement des Vereins. Die Stadt werde reich beschenkt, betonte Krieger, sowohl dahingehend was den neuen Flügel und die Konzerte anbelange.

Mehr Infos im Internet: www.fluegel-ohne-grenzen.de