Das RP hatte das Vorgehen des Amtes als dessen Rechtsaufsichtsbehörde überprüft. Herausgekommen seien einige Anregungen, aber kein Anlass zu weiterem Vorgehen, wie das RP jetzt mitteilt. Der Bericht wurde am Montag dem Innenministerium und dem Landratsamt übersandt.

Das drei Monate alte Kind war am ersten Weihnachtstag 2017 an den Folgen eines massiven Schädel-Hirn-Traumas gestorben, das es infolge von massiver Gewalteinwirkung erlitten hat. Inzwischen wurde gegen den geständigen Vater des Kindes Anklage wegen Totschlags erhoben. Er hat eingeräumt, mit der Betreuung des Kindes überfordert gewesen zu sein, zumal er zu diesem Zeitpunkt auch unter den Begleiterscheinungen eines Drogenentzuges gelitten habe.

Grundlage für die Prüfung durch das RP waren dabei die vom Landkreis vorgelegten Akten und die Stellungnahme des Landkreises, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg. Die Freiburger Behörde nimmt bei den Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe nur die Rechts-, nicht jedoch die Fachaufsicht über das Jugendamt wahr. Das bedeutet, dass die Überprüfung des Vorgehens auf Rechtsfehler beschränkt ist. Derartige Rechtsfehler wurden jedoch nicht festgestellt. Nur bei der Dokumentation der erfolgten Fallbearbeitung wurde ein Verbesserungpotenzial ausgemacht.