Die Pfarrgemeinderatswahl am 22. März war erneut beherrschendes Thema der jüngsten Sitzung des Pfarrgemeinderats der Kirchengemeinde Laufenburg-Albbruck. Wenige Tage vor Abgabeschluss der Vorschlagslisten am 22. Januar waren trotz intensiven Werbens noch immer nicht ausreichend Kandidaten für alle sechs Pfarrgemeinden gefunden. Nach Beschluss des amtierenden Pfarrgemeinderats sind für die Pfarrgemeinden Laufenburg, Albbruck, Hochsal, Birndorf, Luttingen und Unteralpfen als Stimmbezirke jeweils zwei Pfarrgemeinderäte zu wählen – insgesamt also zwölf. Wünschenswert wären aber mehr als zwei Kandidaten pro Pfarrgemeinde, um eine echte Wahl zu ermöglichen. Für Unteralpfen gibt es aber noch gar keine Bewerber und auch in Birndorf steht mit Bernadette Weiss erst die jetzige Pfarrgemeinderätin fest.

Sorge um Gemeindeleben

In der Sitzung machte sich Enttäuschung über das mangelnde Interesse breit. Einerseits ist man überzeugt, in der zu Ende gehenden Amtsperiode gute Arbeit geleistet zu haben, was Ansporn zur Mitarbeit sein müsste. Andererseits wurde darauf verwiesen, dass ein gut besetzter Pfarrgemeinderat gerade jetzt notwendig sei, da die katholische Kirche in der Öffentlichkeit nicht gut dastehe und zudem infolge Priestermangels die Zusammenlegung zu weit größeren Kirchengemeinden auf dem Weg sei. Insbesondere deshalb sei es wichtig, den Strukturwandel kompetent begleiten zu können und dafür zu sorgen, dass das gemeindliche Leben vor Ort nicht abstirbt.

Kompetent und vertrauensvoll

Wie wichtig ein kompetent und vertrauensvoll zusammenarbeitendes Gremium sei, habe sich bei der Zusammenlegung der Seelsorgeeinheiten Laufenburg und Albbruck mit den jeweils drei Pfarrgemeinden gezeigt. Das Zusammenwachsen sei gut gelungen, weil alle Pfarrgemeinden unabhängig von ihrer Größe gleich behandelt worden seien. Immer habe man das gemeinsame Ganze über Kirchturmsinteressen gestellt. In gutem Geist sei die Pastoralkonzeption mit dem verbindlichen Leitbild konzipiert worden. Und auch bei der Visitation durch Dekan Peter Berg sei dem Pfarrgemeinderat attestiert worden, dass er in der Kirchengemeinde eine unentbehrliche segensreiche Arbeit leiste.

Der aus dem Pfarrgemeinderat heraus gebildete Stiftungsrat habe dafür gesorgt, dass die kirchlichen Einrichtungen in allen Pfarrgemeinden instand gehalten und wo nötig erneuert wurden. Um diese Aufgabenbeschreibung weiter erfüllen zu können, sei es dringend erforderlich, dass sich genügend Frauen und Männer bereitfinden. Die Satzung macht es möglich, dass Mitglieder der Kirchengemeinde als gleichberechtigte Pfarrgemeinderäte dazu gewählt werden, die sich erst nach der Wahl zu einer Mitarbeit entschließen können.