In zwei Tagen beginnt am Dritten Faißen die Laufenburger Städtlefasnacht. Zu dem Großereignis mit rund 150 Zünften, Fasnachtsvereinen, Kapellen und Guggenmusiken werden wieder Tausende Mitwirkende und noch mehr Besucher erwartet. Allein für das Gugge-Festival am Fasnachtsfreitag geht die Polizei von 5000, das Organisationskomitee von bis zu 10 000 Besuchern aus.

Für veranstaltende Vereine, Stadtverwaltung, Rettungskräfte und Polizei ist die Städtlefasnacht und insbesondere das Gugge-Festival eine riesige Herausforderung. Um eine möglichst sichere und friedliche Fasnacht zu gewährleisten, haben sie sich schon vor Jahren an einen Tisch gesetzt und ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das sie ständig fortschreiben. Längst Usus ist beispielsweise, dass am Gugge-Festival kein harter Alkohol ausgeschenkt wird. Taschenkontrollen durch Ordner sollen verhindern, dass Besucher Hochprozentiges mitführen.

Präsenz zeigt vor allem am Freitag bei der Städtlefasnacht auch die Polizei. In einem provisorischen Einsatzzentrum an der Laufenbrücke laufen die Meldungen von Ordnern, dem vom Organisationskomitee engagierten privaten Sicherheitsdienst, den Helfern des Roten Kreuzes und den patrouillierenden Polizisten bei Polizeipostenleiter Franz Brüstle zusammen. „So können wir sofort reagieren“, sagt Brüstle. Bei Vorfällen können sich Besucher nicht nur an Polizei oder DRK-Helfer sondern an jeden der durch Warnwesten gekennzeichneten Ordner wenden. Hauptamtsleiter Hubert Mutter: „Von denen weiß jeder einzelne, wo Polizei oder Rotes Kreuz sind.“

Kommt es doch einmal zu Vorfällen, werden daraus Lehren gezogen. Nachdem beispielsweise vor zwei Jahren an der Codman-Anlage ein Mann in den Rhein gestürzt war, wurde 2015 das Ufer zusätzlich gesichert. Manche Bereiche, wie der Kriegerfelsen, sind vollständig abgesperrt. Dieses Jahr neu ist die Ausschilderung von Fluchtwegen. Bei Vorfällen, die den Einsatz von Rettungsfahrzeugen notwendig machen, sollen die Menschen über die Fußgängerunterführung am Rathausplatz, über die Halde und über die Rheinbrücke ausweichen, damit auf der Hauptstraße und der Zimmermann- und Bahnhofstraße der Weg für Helfer frei bleibt.

Zusätzliche Züge der Bahn

Das Konzept einer sicheren Fasnacht beinhaltet auch ein erweitertes öffentliches Personenverkehrsangebot. Am Gugge-Festival setzt die Deutsche Bahn in der Nacht auf Samstag zusätzliche Züge ein: Mit jeweils vier Wagen fahren sie am Altstadtbahnhof um 0.04 Uhr nach Waldshut ab, mit Halts in Albbruck und Dogern (nicht Laufenburg-Ost), um 0.49 Uhr nach Basel Badischer Bahnhof, mit Halts in Murg, Bad Säckingen, Brennet, Schwörstadt, Beuggen, Rheinfelden und allen weiteren Haltestellen bis einschließlich Basel.


Die Städtlefasnacht Laufenburg 2016 auf einen Blick

Alle Termine von der Tschättermusik am Dritten Faißen bis zur Fasnachtsverbrennung.

Dritter Faißen am Donnerstag, 4. Februar: 6 Uhr Tschättermusik ab Waldtor/D und anschließend Mehlsuppe im Restaurant Athen und im Goldenen Anker. 8.30 Uhr Proklamation der Städtlefasnacht an Schulen und Kindergärten. 11.11 Uhr Absetzung von Bürgermeister Ulrich Krieger im Ratssaal/D. 16 Uhr Kindertschättermusik ab Waldtor. 16.30 Uhr Salmanlandung an der Codman-Anlage/D. 17 Uhr Eröffnung der Städtlefasnacht auf dem Marktplatz/CH. Disco for Kids bis 15 Jahre im Goldenen Anker. 19.30 Uhr Große Gemeinsame Tschättermusik ab Waldtor. 20.11 Uhr Preismaskenball im Hotel Rebstock.

Open-Air-Gugge-Festival am Freitag, 5. Februar: 15 Uhr Närrisches Kasperle-Theater im Hotel Rebstock. 17 Uhr Kinder-Monsterkonzert mit fünf Kinder-Guggenmusiken aus Deutschland und der Schweiz auf der Codman-Anlage/D und dem Marktplatz/CH. 19 bis 0.15 Uhr 78 Auftritte von 33 Guggenmusiken und drei Kleinformationen mit zusammen 1300 Musikern aus Deutschland und der Schweiz auf fünf Bühnen: Codman-Anlage/C, Rathausplatz/D, Mittlerer Brunnen/D, Marktplatz/CH und Rösslibrunnen/CH.

Häxefüür am Samstag, 6. Februar: 18 Uhr Vorstellung der teilnehmenden 65 Zünfte und Gruppen aus Deutschland und der Schweiz. 19.11 Uhr am Rathausplatz/D Start des Umzugs durch beide Laufenburg. 20.45 Uhr Entzündung des Häxefüürs auf der Codmananlage/D. 21.30 Uhr Häxesuppe und Häxetanz auf dem Marktplatz/CH.

Fasnachtssonntag, 7. Februar: 10 Uhr Ökumenischer Narrengottesdienst beider Laufenburg in der Kirche St. Johann/CH. 14 Uhr Grenzüberschreitender Fasnachtsumzug von der Andelsbachstraße/D zum Wasenbrunnen/CH mit 43 Zünften, Kapellen und Gruppen, anschließend Guggenkonzert auf dem Marktplatz/CH.

Fasnachtsmontag, 8. Februar: 14 Uhr Kinderumzug ab Wasentor/CH. 14.30 Uhr Kinderball der Narro-Altfischerzunft in der Turnhalle Burgmatt/CH. 15 Uhr Närrisches Kinderfest des Elferrats im Pfarrheim Heilig Geist/D.

Fasnachtsdienstag, 9. Februar: 13.30 Uhr Marsch der Narronen durch beide Laufenburg. 14.30 Uhr Großes Traditionelles Narrolaufen durchs Städtle. 19.30 Uhr Große Gemeinsame Abschluss-Tschättermusik, anschließend Fasnachtsverbrennung durch den Elferrat auf dem Rathausplatz/D.

Informationen zur gesamten Laufenburger Städtlefasnacht und speziell zum Open-Air-Gugge-Festival im Internet unter:

www.fasnacht-laufenburg.org roli-guggers.de