Laufenburg So funktioniert die Ganztagsschule an der Hebelschule

Rund 70 Eltern nahmen an der Informationsveranstaltung zur Ganztagsgrundschule an der Hebelschule teil. Das neue Schulmodell geht 2017 in Wahlform an den Start.

Rotzel (lux) Die Ganztagsschule ist die Schulform der nächsten Generation. Davon sind die Verantwortlichen des Staatlichen Schulamtes in Lörrach und der Hebelschule in Laufenburg-Rhina überzeugt. Wie die gesetzlichen Grundlagen zur Antragstellung aussehen und was das Entwicklungsteam der Hebelschule daraus gemacht hat, wurde in einer Informationsveranstaltung erläutert.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 soll es an der Hebelschule eine Ganztagsgrundschule in Wahlform geben. Das heißt, die Eltern entscheiden sich für die Dauer eines Schuljahres für eine Schulpflicht ihrer Kinder an allen Tagen des Ganztagsbetriebs. Montags, dienstags und donnerstags bedeutet dies eine Unterrichts- und Lernzeit, Arbeitsgemeinschafts- und Betreuungszeit von 8.30¦Uhr bis 15.30¦Uhr. Davor gibt es eine kostenpflichtige Frühbetreuung ab 7¦Uhr, bei Bedarf und bis 17¦Uhr abends. Der Unterricht beginnt um 7.30 Uhr, unterbrochen wird der Unterricht am Vormittag durch zwei jeweils 15 Minütige Pausen. Ab 12.30¦Uhr ist eine Stunde Mittagspause vorgesehen.

Hebelschul-Konrektorin Stefanie Brand sprach von einer "Hausaufgabe, die wir vor etwa einem Jahr bekommen haben". An den Start soll die neue Schulform im September 2017 gehen. Man habe eine Planungsgruppe gebildet, die seit Beginn des laufenden Schuljahres Themen wie ein pädagogisches Konzept, die Organisationsstruktur, ein Raumkonzept und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet habe. Hinzu kamen Fragen zum Personal, zur Finanzierung, die Suche nach Unterstützern und viel Hilfe seitens des Staatlichen Schulamtes.

Bis zu 28 Kinder passen dabei in eine Ganztagsgruppe. "Es sieht aber eher nach zwei Gruppen aus, wenn man die zum Schuljahresbeginn durchgeführte Umfrage in den Schulen und Kindergärten zugrunde legt", schätzt Brand die Nachfrage der Eltern ein. Eine weitere Umfrage soll in den nächsten Wochen für noch mehr Planungssicherheit sorgen. Aus der zunächst "so großen Baustelle in unseren Köpfen, ist ein zuversichtliches Wir-schaffen-das geworden", freut sie sich auf die neue Herausforderung. Schulrätin Judith Maier vom Staatlichen Schulamt in Lörrach zeigte auf, welchen Rahmen der Gesetzgeber vorgibt und welche Gestaltungsmöglichkeiten die Schulen innerhalb dessen haben.

Lern- und Übungszeiten statt Hausaufgaben, mehr Zeit für individuelle Förderung, Zeitfenster zum Ausruhen und Spielen, soziales Lernen in Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangeboten und die Einbindung außerschulischer Partner runden das Konzept ab. Kinder von Nachbarschulen können durch einen Schulwechsel am Angebot teilnehmen. Bürgermeister Ulrich Krieger und Rektor Josef Droll-Lehner, die ebenfalls auf dem Podium saßen, sehen vor allem viele Chancen und Möglichkeiten im Angebot der Ganztagsschule.

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