Aus dem riesigen Fundus des Postlers und Sammlers von besonderen Gruß- und Postkarten, Egon Gerteis hat er am Donnerstagnachmittag auf sechs Ausstellungsrahmen unter dem Motto „Laufenburger Geschichten“ besonders seltene Ansichten von Laufenburg präsentiert.

Unter den Gästen der Vernissage befanden sich neben Bürgermeister Ulrich Krieger, Stadtarchivar Martin Blümcke, der durch sein großes Wissen der Geschichte von Laufenburg, die Kommentare von Egon Gerteis zur Ausstellung der über 200 Karten, sinnvoll ergänzt.

Die zur Ausstellung geströmten 20 Gäste konnten noch viele Details von Laufenburg erfahren: so eine Karte von 1893, auf der die vier „Waldstädte“, Waldshut, Laufenburg, Säckingen und Rheinfelden abgebildet sind.

Schon damals stellte die Druckerei Thiermann aus Laufenburg/Schweiz „Leporello Ausziehkarten von 1900“ her, aus der man zwölf verschiedene Motivfotos von Laufenburg herausziehen konnte. Dies präsentierte Gerteis den Gästen, die darüber erstaunt waren.

Bei der Vernissage, die Egon Gerteis (rechts im Bild) am Donnerstag im Foyer des Rathauses durchführte führte er zusammen mit Martin Blümcke, die Leporello-Ausziehkarte von 1900 vor, aus der man zwölf verschiedene Motive von Laufenburg herausziehen konnte.
Bei der Vernissage, die Egon Gerteis (rechts im Bild) am Donnerstag im Foyer des Rathauses durchführte führte er zusammen mit Martin Blümcke, die Leporello-Ausziehkarte von 1900 vor, aus der man zwölf verschiedene Motive von Laufenburg herausziehen konnte. | Bild: Reinhard Herbrig

Eine Schautafel beschäftigt sich mit der damals neuen Laufenbrücke, die 1910 gebaut und 1912 eröffnet wurde. Bis zur Einweihung der neuen Brücke, blieb die alte Brücke, die noch über den Laufen führte, bestehen, sodass die Verbindung der beiden Laufenburg immer bestehen blieb. Wegen des Kraftwerkes, das 1914 in Betrieb ging, mussten der Laufen und auch die alte Brücke weichen, was damals und heute noch, viele Bürger bedauern.

Während wir heute über die Klimaerwärmung stöhnen, sind auf Karten die Rheingfröre 1928/1929 dokumentiert, bei der der Rhein bei Laufenburg zugefroren war, sodass man den Fluss zu Fuß überqueren konnte. Ob man damals eine neue Eiszeit befürchtete, ist nicht dokumentiert.

Es lohnt sich bestimmt, diese neue „alte Kartensammlung“, die im Foyer des Rathauses ausgestellt ist in den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Am Donnerstag, 15. August, um 17 Uhr führt Egon Gerteis eine öffentliche Führung durch, bei der er interessierten Bürgern noch viele Einzelheiten erklären will.