Die Feuerwehr hat sich am Samstag fortgebildet. Es war das zweite Seminar, das die Feuerwehr Laufenburg unter der Leitung des Aus- und Fortbildungsleiters Thomas Lamade im Feuerwehrhaus Laufenburg anbot. Während sich das erste Seminar mit Einsätzen rund um gefährliche Tiere beschäftigte, ging es bei diesem Seminar um die Kampfmittelbeseitigung. 

Zu dem Seminar mit Referent Mathias Peterle versammelten sich circa 90 Feuerwehrleute aus dem ganzen Regierungsbezirk Freiburg. Darunter waren viele Kreisausbilder und Feuerwehrkommandanten. Bei den besprochenen Kampfmitteln handelte es sich vor allem um Bomben, Granaten und andere Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Beim Seminar, bei dem es um die Kampfmittelbeseitigung ging, versammelten sich am Samstagmorgen rund 90 Feuerwehrleute aus dem Regierungsbezirk Freiburg im Feuerwehrhaus Laufenburg.
Beim Seminar, bei dem es um die Kampfmittelbeseitigung ging, versammelten sich am Samstagmorgen rund 90 Feuerwehrleute aus dem Regierungsbezirk Freiburg im Feuerwehrhaus Laufenburg. | Bild: Reinhard Herbrig

Wenn zum Beispiel bei einer Baumaßnahme eine Bombe gefunden wird, wird zunächst die Polizei verständigt, bevor Feuerwehr und THW das Gelände großräumig, das heißt ungefähr 50 Meter im Umkreis des Kraters, absperren und parallel dazu den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) des Landes Baden-Württemberg verständigen.

Dieser besteht zurzeit aus 34 Personen: einem Leiter, acht Feuerwerkern, sechs Luftbildauswertern, vier Munitionsvorarbeitern, zehn Munitionsarbeitern und fünf Verwaltungsangestellten. Das klinge zunächst viel, sei aber für ganz Baden-Württemberg viel zu wenig, war bei dem Seminar zu erfahren. Deshalb liege die Bearbeitungszeit bei 37 Wochen, sodass zusätzlich private Kampfmittelräumdienste beschäftigt werden müssten, um die Wartezeiten bei anstehenden Baumaßnahmen zu verkürzen.

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Es liege in der Verantwortung des Grundstücksbesitzers, zu prüfen, ob solche Kampfmittel auf seinem Gelände liegen könnten. Deshalb sollte dieser bereits in der Planungsphase einen Antrag auf Überprüfung stellen. Die Kosten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes liegen seit 2003 bei 78 Euro brutto pro Stunde. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für eine Luftbildaufnahme beträgt zwei bis sechs Stunden.

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Laut Peterle ist die Gefahr, hier auf Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen zu stoßen, aufgrund der Nähe zur Schweiz relativ gering. Bomben würden vor allen in Städten wie Stuttgart gefunden, die besonders im Zweiten Weltkrieg dem Bombenhagel der Alliierten ausgesetzt waren. Im Umgang mit den Kampfmitteln sei äußerste Vorsicht geboten, da die Sprengkörper auch nach mindestens 74 Jahren immer noch eine große Sprengkraft hätten.

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