Man nehme ein große Portion Irish-Folk, dazu Country und Bluegrass, füge amerikanische Roots-Einflüsse sowie Old-Time und Cajun dazu, verfeinere die Mischung mit bluesigen, swingenden Melodien, mische das Ganze dann noch mit ungebremster Spielfreude und einem lebendigen Zusammenspiel – heraus kommt dabei ein mitreißender musikalischer Abend. Dargebracht wurde er von der Fricktaler Band Sanysaidap, die diesen Stil, nach eigenem Bekunden, zu ihrem Markenzeichen gemacht hat. Das Konzert am Samstagabend war ganz nach dem Geschmack des restlos begeisterten Publikums im vollbesetzten Laufenburger Schlössle-Saal.

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Zur großen Freude des Publikums hatte die Band einen Überraschungsgast mitgebracht. Roger Glover, Bassist von Deep Purple, einer der erfolgreichsten Rockbands der Welt, gesellte sich mit seiner Bass-Gitarre für einen kurzen Bühnenauftritt zu den Musikern. Zu hören war der von Glover komponierte Song „The Joke“. Der Weltstar lebt im Fricktal und pflegt zur Band eine enge freundschaftliche Beziehung.

Überraschungsgast: Roger Glover, Bassist von Deep Purple. Bild: M. Vonberg
Überraschungsgast: Roger Glover, Bassist von Deep Purple. Bild: M. Vonberg

Begeisterung für wilden Folk

Alice O’Connor (Violine, Gesang), Vanja Van Rooy (Gitarre, Mandoline, Banjo, Ukulele, Gesang), Simon Erhard (Kontrabass, Gesang) sowie Pascal Schwarb (Akkordeon, Gesang) zelebrierten mit einer authentischen, berührenden und mitreißenden Art und mit einer eindrücklichen Begeisterung für wilden Folk, altbekannte Klassiker ebenso wie ganz eigene Folk-Melodien. Das Programm war voller „Herzschlagmusik“. Aber die Musik ging nicht nur direkt ins Herz, sondern auch in die Beine. Kaum einer der Zuhörer konnte still auf seinem Platz sitzen bleiben.

Cover-Versionen und eigene Lieder

Sanysideap brachte Cover-Versionen und präsentierte auch eigene Stücke, wie den Song „Travarica“, den Titelsong von ihrer zweiten CD, der nach einem kroatischen Schnaps benannt ist. Mitgebracht hatten sie auch ein neues Stück mit dem Titel „Mr. Barkeeper“. Die musikalische Reise führte unter anderem nach Übersee, wo im französischstämmigen Lousiana die Geschichte von „Jolie Blonde“ besungen wurde. Einem irischen Krimi mutete der Song „Cruel Lowland Maid“ an. Der alte irisch-volkstümliche Song schildert in sieben Strophen die tragische Geschichte des grausamen Tieflandmädchens Mary Ann und eines Matrosenjungens. Der Rock-Song „Cocaine“ mit seiner „Anti-Drogen-Botschaft“, geschrieben von J. J. Cale, kam beim Publikum zudem bestens an.

Erstes Konzert des neuen Programms

Das Konzert war die erste Veranstaltung in diesem Jahr der Laufenburger ehrenamtlich und grenzüberschreitend arbeitenden Kulturkommission „die Brücke“. Renata Vogt, Präsidentin der Kommission beider Laufenburg, freute sich darüber, dass der Konzertabend etwas Sonne ins derzeit eher trübe Land brachte, wie sie betonte. Sie lud die Anwesenden zudem zu den weiteren Veranstaltungen (Programm im Internet: www.diebruecke.ch) ein.