Laufenburg Rat beschließt Freibereich ohne Schnickschnack

Gemeinderat Laufenburg billigt mehrheitlich die Planung für den Außenbereich des neuen Kindergartens Rappenstein. Widerspruch von Gerteis, Eichmann und Terbeck.

Gegen die Stimmen von Paul Eichmann und Bernhard Gerteis (beide Freie Wähler) billigte der Gemeinderat Laufenburg am Montag die Planung für die Außenanlagen des neuen Kindergartens Rappenstein. Sie sollen gemeinsam mit dem Gebäude spätestens im vierten Quartal 2018 in Betrieb genommen werden.

Christian Wild vom Ingenieurbüro PHM Planungsgesellschaft bezifferte die voraussichtlichen Kosten für die Gestaltung der rund 2200 Quadratmeter großen Außenanlagen inklusive Baunebenkosten und Mehrwertsteuer auf rund 400000 Euro. Davon entfallen netto 65000 Euro auf die Spielgeräte (unter anderem ein Kletterschiff, Schaukeln, einen Sandkasten, eine Rutsche) und netto 40000 Euro auf eine Stützmauer, die auch als Kletterwand genutzt werden kann.

Die Planung ist abgestimmt mit der Arbeitsgruppe Kindergarten, der neben Vetretern der Verwaltung und des Kindergartens auch die vier Stadträte Sascha Komposch (FW), Claudia Huber (CDU), Heidi Bagarella (SPD) und Malte Thomas (Grüne) angehören. „Wir waren einstimmig für den Entwurf. Da wurde kein unnötiger Schnickschnack eingebaut“, fasste Komposch im Gemeinderat die Empfehlung der Arbeitsgruppe zusammen.

Dieser Meinung schlossen sich nicht alle Stadträte an. „Alles, was gut und teuer ist – vor allem teuer“, sagte Robert Terbeck (SPD) über die Planung. Er erneuerte seine Kritik, dass der Kindergartenneubau an falscher Stelle entstehe, weshalb er sich bei allen Abstimmungen zu diesem Thema enthalte. Paul Eichmann kritisierte, dass sich die Baukosten für die Außenanlagen „auf eine halbe Million“ zubewegten und „spätestens in zehn Jahren“ für die Sanierung „viel Geld“ in die Hand genommen werden müsse. Bernhard Gerteis kritisierte in verbal scharfer Form unter anderem, dass für den Kindergartenneubau Bäume bereits gefällt wurden und weiter gefällt würden.

„Es war immer unser Ziel, möglichst viele Bäume stehen zu lassen“, entgegnete Bürgermeister Ulrich Krieger auf Gerteis‘ Einwendung. Allerdings hätten einige wegen der Neuverlegung einer Leitung gefällt werden müssen. Zu den Baukosten sagte Krieger, dass sich diese aller Voraussicht nach unter dem Ansatz von 4,1 Millionen Euro bewegen würden. Dass ganztätig genutzte Spielanlagen nach einiger Zeit saniert werden müssten, sei nicht verwunderlich. Ein ausdrückliches Kompliment machte angesichts der Kritik mancher Gemeinderatskollegen Frank Dittmar (CDU): Das Ergebnis der Planungen werde Laufenburg "als kinderfreudliche Stadt erheblich voranbringen".

Die Außenanlagen gliedern sich in einen mit Betonpflaster befestigten Bereich direkt um das Gebäude herum. Es schließen sich Spielanlagen und Rasenflächen an. Westlich des Kindergartens soll ein Essbereich mit 44 Sitzplätzen angelegt werden. Die Böschungen zur Grundstücksgrenze hin sollen für eine Rutsche und für Sitzstufen genutzt werden.

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