Einstimmig befürwortete der Bauausschuss des Laufenburger Gemeinderats kürzlich den geänderten Antrag für den Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage an der Le-Croisic-Straße auf dem Rappenstein. Der Widerstand von Anwohnern gegen das Bauprojekt scheint Wirkung gezeigt zu haben. Neu sollen alle drei Gebäude dreigeschossig werden. Bisher waren für ein Haus vier Stockwerke vorgesehen. Auch die Anzahl Wohneinheiten verringert sich von 29 auf 25 und das höchste Gebäude wird kleiner als geplant.

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„Die maximale Firsthöhe wurde im Bebauungsplan auf zwölf Meter festgelegt, jetzt ist für das höchste Gebäude eine Höhe von 11,33 Metern vorgesehen“, sagte Bürgermeister Ulrich Krieger, der den Antrag gemeinsam mit Bauamtsleiter Roland Indlekofer präsentierte. Der Antrag entspreche damit nicht nur den Vorschriften des neuen Bebauungsplans, sondern schöpfe diese auch nicht voll aus.

Rund 100 Personen sind gegen das Neubau-Projekt Sturm gelaufen

Im April 2017 hatte ein namentlich nach wie vor nicht genannter Investor eine Voranfrage gestellt, zur Bebauung des Geländes zwischen Hänner-, Rappenstein- und Le-Croisic-Straße. Für das Bauprojekt an der Le-Croisic-Straße hat der Gemeinderat Ende Januar den Bebauungsplan Rappenstein II geändert, da das 0,8 Hektar große Areal bisher als landwirtschaftliche Grünfläche ausgewiesen war. Im Vorfeld hatten bei der Bürgerbeteiligung im August 2018 rund 100 Personen verlangt, das Bauprojekt zu verkleinern.

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Auch später riss die Kritik an dem geplanten Neubau nicht ab. Einzelne Gemeinderäte schlugen sich auf die Seite der Einwender. Deshalb wurde Anfang dieses Jahres auch ein Schaugerüst aufgestellt, damit sich jeder ein besseres Bild vom Bauvorhaben machen konnte. Die Gegner des Projekts monierten vor allem, das Projekt sei überdimensioniert und es seien zu wenig Stellplätze eingeplant.

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„So kann ich dem Antrag zustimmen“: Neuer Bauantrag überzeugt Kritiker im Gemeinderat

Der nun vorgelegte Bauantrag sieht nicht nur eine geringere Höhe des Neubaus auf dem Rappenstein vor, sondern, durch die kleinere Anzahl Wohneinheiten, auch mehr Stellplätze pro Wohneinheit. „Mit 47 Stellplätzen kommen nun auf eine Wohneinheit 1,88 Stellplätze. Das liegt deutlich über dem vorgeschriebenen Wert von 1,5“, erklärte Bürgermeister Krieger.

Zu den Kritikern des Bauvorhabens im Gemeinderat zählten unter anderem Jürgen Weber von den Grünen und Manfred Ebner von den Freien Wählern. Der neue Bauantrag hat nun aber auch sie überzeugt. „Es freut mich, dass das Haus C höhenmäßig abgesetzt wird. So kann ich dem Antrag zustimmen“, sagte Ebner vor der Abstimmung im Bauausschuss und schloss sich danach wie sein Ratskollege Weber dem klaren „Ja“ zum Antrag an.