Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit (SE) Laufenburg-Albbruck befasste sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit der Kirchenentwicklung 2030. Die Erzdiözese Freiburg hat inzwischen den zweiten Entwurf der Raumplanung für ihre Pfarreien veröffentlicht. Darin wurden alle Rückmeldungen aus den Kirchengemeinden berücksichtigt, die bis Ende 2019 im Erzbischöflichen Ordinariat eingegangen waren. Die Erzdiözese Freiburg beabsichtigt, voraussichtlich ab 2025 ihre derzeit 1053 Pfarreien in 224 Seelsorgeeinheiten zu dann etwa 40 Pfarreien zusammenzufassen.

Für das Dekanat Waldshut gibt es weiterhin zwei Vorschläge, weil sich die befragten Gremien bisher nicht auf eines der zwei Modelle einigen konnten. Vorschlag 1 sieht die Errichtung einer Kirchengemeinde, oder wie es heißt „Pfarrei neu“ in den Grenzen des jetzigen Dekanats Waldshut mit 68 Pfarreien und rund 85.000 Katholiken vor. Der Vorschlag 2 trennt das heutige Dekanat in einen Ost- und einen Westteil, was in etwa den alten Dekanatsgrenzen Waldshut und Säckingen entspricht. Der Westteil würde 26 Pfarrgemeinden mit rund 40.000 Katholiken, der Ostteil 42 Pfarrgemeinden mit rund 45.000 Katholiken umfassen.

Der Pfarrgemeinderat der SE Laufenburg-Albbruck konnte sich auch im zweiten Anlauf nicht auf ein eindeutiges Votum verständigen, weil es immer noch Stimmen gibt, die eine „Pfarrei neu“ in den Grenzen des jetzigen Dekanats Waldshut für zu groß und nicht „regierbar“ halten. Pfarrer Klaus Fietz berichtete allerdings von einer Meinungsbildung bei den Hauptamtlichen des Dekanats, die eindeutig in Richtung ganz große Lösung gegangen sei.

Immerhin, eine Sorge besteht nicht mehr: dass die jetzige SE Laufenburg-Albbruck auseinandergerissen werden könnte, weil Laufenburg, Hochsal und Luttingen früher zum Dekanat Säckingen, Albbruck, Birndorf und Unteralpfen dagegen zum Dekanat Waldshut gehört hatten. Wenn das Dekanat (nach Vorschlag 1) geteilt würde, wäre die SE Laufenburg-Albbruck zusammen im westlichen Planteil. Dieser zweite Entwurf soll bis Mitte Juli in den Dekanaten, Pfarrgemeinderäten und den kirchlichen Gremien vor Ort diskutiert werden, insbesondere die neuen Pfarrgemeinderäte werden um eine Stellungnahme gebeten.

Abgabefrist für die Rückmeldungen über die Dekanatsbüros an das Erzbischöfliche Ordinariat ist der 24. Juli 2020. Aus den Rückmeldungen wird ein dritter Entwurf erstellt, der dann in den diözesanen Räten sowie in den diözesanen Leitungs- und Beratungsgremien zur Diskussion gestellt wird. Ziel dieser Konsultation ist es, zu einem finalen Entwurf zu kommen, über den Erzbischof Stephan Burger nach Beratung in den diözesanen Räten und Beratungsgremien im Herbst 2020 entscheiden wird.