Kaum eine Künstlergruppe hätte wohl besser zu der Devise „Fließende Grenzen“, unter welcher die Laufenburger Kulturtage stehen, gepasst, als Dodo Hug und ihre Band. Mit ihrem Programm „Cosmopolitana – eine Ode an die Vielfalt“ gastierte die aufgeweckte Musikerin am vergangenen Donnerstag in der Stadthalle im Schweizerischen Laufenburg.

Ihr Repertoire lässt nicht nur Grenzen fließen, sondern lässt ebenso die unterschiedlichsten Nationalitäten, Traditionen und Genres richtiggehend verschmelzen. Gemeinsam mit Stefano Neri, Yvonne Baumer und Efisio Contini bot das musikalische Rundumtalent Dodo Hug ein Konzert, das sich in keine Schublade stecken lässt.

Madame Dodo, wie sich die Musikerin auch nennt, fühlt sich nicht nur auf der Bühne sichtlich wohl, sondern ist auch in so manchen Sprachen dieser Welt zuhause.

Oftmals mehrere Sprachen in einem Stück

Ob auf Englisch, wie bei dem poppigen Song „Poverty Line“, auf Französisch, wie bei der akustischen Coverversion von Celine Dions „Parler à mon père“, auf Italienisch, wie bei dem fröhlichen „Vitello d’oro“, oder auf heimischem Schwitzerdütsch, wie „S’Läba isch ä Tombola“ – die sprachliche Ausgestaltung der Texte, die nicht selten mehrere Sprachen in einem Stück vereint, ist genauso vielfältig, wie die instrumentale Ausstattung der Band.

Multiinstrumentalisten bieten ein buntes Klangbild

Verschiedene Percussion-Instrumente und eine ganze Reihe an unterschiedlichen und ungewöhnlichen Gitarren ergaben in den Händen der Multiinstrumentalisten ein buntes Klangbild, auf welchem es immer wieder neues zu entdecken gab.

So erinnerten die Darbietungen manchmal an Schlager, dann wiederum an Countrymusik und im nächsten Moment an mediterrane Chansons. Dodo Hugs Motiv „die Vielfalt zu entfalten“, das zum Konzertbeginn ankündigte, nahm folglich im Laufe des Konzerts Gestalt an.

Wenn Grenzen dahinfließen

Die vier Musiker schafften es nicht nur die Grenzen fließen zu lassen und Stile zusammenkommen zu lassen, sie brachten mit ihrer ungekünstelten Art auch Heiterkeit in die Stadthalle. Trotz brisanter und kritischer Themen, besonders der Migration, fanden sie durch die musikalische Interpretation von „Storia migratoria“, oder „Emigration ice“ einen nachdenklichen aber treffenden Ton.

In der Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Schweizerischem Witz liegt vermutlich das Geheimnis ihrer Vielfalt, die ihr musikalisches Gesamtkunstwerk keiner traditionellen und herkömmlichen Definition gerecht werden lässt.