Kleine und erwachsene, kostümierte und sonntagsgewandete Laufenburger, auswärtige Besucher, katholische und reformierte Christen, regelmäßige Kirchgänger und solche, die eher selten ein Gotteshaus von innen sehen, feierten gemeinsam in Laufenburg/CH den Narrengottesdienst. Alljährlich gehört dieses Ritual zu St. Johann, der bis 1802 Großlaufenburg und dem auf der nördlichen Rheinseite liegenden Teil Laufenburgs gehörenden Stadtkirche. Der deutsche Pfarrer Klaus Fietz, Pfarrer Norbert Plumhof von der evangelische Kirchengemeinde Laufenburg/CH und Diakon Thomas Frey aus der Schweiz standen gemeinsam hinter dem mit Luftschlangen und Girlanden geschmückten Altar. Die Guggenmusik Barocker umrahmten mit ihrem lautstarken Auftritt den Narrengottesdienst.

Beim Narrengottesdienst war zwar Heiterkeit angesagt, trotzdem fand die christliche Botschaft den Zugang zu den Hästrägern und eher spontan verkleideten Narren (Märchenfiguren, Fabelwesen, Piraten und Clowns). Pfarrer Norbert Plumhof zitierte in seiner gereimten Lesung den Korintherbrief und stellte Glaube, Hoffnung und Liebe als das Elixier für das Leben in den Mittelpunkt. Mit Beifall nahmen die Gottesdienstbesucher seine Botschaft an und waren sofort in Stimmung, als von der Orgel das Schunkellied „Wir kommen alle, alle in den Himmel“ angestimmt wurde.

Gemeinsam wurde um Fröhlichkeit und Heiterkeit gebeten und aus der in Versform vorgetragenen Predigt von Pfarrer Klaus Fietz der Wunsch nach großem Gottvertrauen mitgenommen. Bei aller Heiterkeit gepaart mit witzigen Bemerkungen vergaß Diakon Thomas Frey auch nicht diejenigen, die als Clown das Jahr über bei den kleinen Patienten in den Spitälern für Heiterkeit sorgten. Dass dies auch weiterhin so sein kann, galt die Kollekte der schweizerischen Theodora-Stiftung.