Die Allgemeinärztin Antonie Tritschler gibt zum 30. September ihre Praxis im Laufenburger Stadtteil Binzgen ab. Das Ärztezentrum Hochrhein (ehemals Hausärztliches Zentrum Oeschger) um die Ärzte Andreas Oeschger, Peter Heilmann, Matthias Ertel und Irene Lütte-Fiedler wird die Praxis ab 1. Oktober als Zweigstelle mindestens bis Herbst 2020 weiterführen. Dann soll der Umzug des Ärztezentrums von Laufenburg nach Murg vollzogen sein. Ob die Praxis in Binzgen danach weitergeführt werden kann, hängt davon ab, ob sich Ärzte auf die ausgeschriebenen Stellen des Ärztezentrums bewerben.

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„In den 26 Jahren habe ich das Landarztwesen kennen und lieben gelernt“, erklärt Antonie Tritschler. Am 30. September schließt sich für die 67-Jährige beliebte Ärztin ein weiteres Kapitel in ihrem beruflichen Leben. Denn genau nach 26 Jahren wird sie ihre Allgemeinarztpraxis im Laufenburger Ortsteil Binzgen abgeben.

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Die gute Nachricht lautet: Die Praxistätigkeit geht weiter. Das Ärztezentrum Hochrhein um die Ärzte Andreas Oeschger, Peter Heilmann, Matthias Ertel und Irene Lütte-Fiedler wird die Praxis ab 1. Oktober als Zweigstellenpraxis zumindest vorübergehend weiterführen. Das Hausärztliches Zentrum Oeschger mit Sitz in Laufenburg wurde auf Angang September in Ärztezentrum Hochrhein umbenannt.

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Rückblickend auf ihren beruflichen Werdegang sagt Antonie Tritschler: „Ich würde den gleichen Weg wieder gehen.“ Der Dienst an sich habe sich in den Jahren ihrer Tätigkeit zwar geändert, sei aber immer noch sehr anspruchsvoll. Sie berichtet von früheren Zeiten, als sie noch ohne Handy und Navigationssystem Hausbesuche machen musste. Gerade in der Nacht und im Winter sei dies nicht immer ein einfaches Unterfangen gewesen, erklärt sie. Glücklicherweise habe sie diese Zeit ohne größere Probleme bewältigen können.

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Sie empfindet ihre Arbeit als Landärztin als herausfordernd, aber immer als abwechslungsreich und spannend. Schließlich betreut sie Patienten vom Kleinkind bis zum Greis. „Hausarztmedizin ist Familienmedizin“, betont die Ärztin. Wichtig ist ihr, den Patienten medizinische Fachausdrücke und fachärztliche Berichte in verständliche Umgangssprache zu übersetzen. Als Hausärztin koordiniert sie sämtliche gesundheitlichen Belange ihrer Patienten. Es ist ihr ein Anliegen, dass die hausärztliche Basisversorgung weiterhin bestehen bleibt. Bedauerlich findet sie es, dass immer weniger junge Ärzte sich dieser Herausforderung stellen.

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Ganz auf die „Rentnerbank“ wird sich Antonie Tritschler auch nach dem 30. September jedoch nicht setzen. „Die Praxistätigkeit geht weiter“, erklärt sie. Stundenweise wird sie das Team der Ärzte aus dem Laufenburger Ärztezentrum am Standort in Binzgen unterstützen. Sie ist froh darüber, dass durch die Übernahme in Binzgen auch weiterhin tägliche Sprechstunden angeboten werden. Auch die bewährte medizinische Fachangestellte Claudia Hübsch wird weiterhin für die Patienten da sein.

Zukunftsaussichten

„Auf alle Fälle werden wir den Praxisbetrieb in Binzgen als Zweigstellenpraxis so lange fortführen, bis das neue Ärztehaus in Murg bezugsfertig ist“, erklärt Irene Lütte-Fiedler, eine der Ärztinnen vom Ärztezentrum Hochrhein. Bereits im Herbst 2020 soll der Umzug nach Murg vollzogen sein. Ob und wie dann die Praxis in Binzgen weitergeführt werden kann, hänge auch damit zusammen, ob sich Ärzte auf die ausgeschriebenen Stellen des Ärztezentrums bewerben und schließlich auch den Weg aufs Land finden werden, erklärt Lütte-Fiedler. Sie bedauert, dass den Studenten die Facharztausbildung zum Hausarzt nicht besonders schmackhaft gemacht werde. Trotzdem arbeitet das Team des Ärztezentrums Hochrhein weiter daran, junge Mediziner für den Hochrhein zu begeistern. Unter anderem gehört das Ärztezentrum zu den Lehrpraxen der Universität Freiburg.

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Man arbeite ständig daran, die Praxis auf dem neusten Stand zu halten, sowohl im medizinischen als auch im unternehmerischen Bereich. Das Ärztezentrum ist überzeugt, dadurch das Interesse von jungen Medizinern für die Patientenversorgung am Hochrhein zu gewinnen. Dann kann es auch gelingen, die Standorte in Laufenburg und Binzgen zu halten.