Die Stadt Laufenburg lässt ein Gesamtsanierungskonzept für die Möslehalle im Stadtteil Luttingen erarbeiten. Es wird auch geprüft, ob ein Wärmeverbund mit der benachbarten Hebelschule Sinn macht. Mit der Vergabe beider Aufgaben wurde am Montag die Stadtverwaltung vom Gemeinderat beauftragt. Dieser nahm den Beratungsbericht der Energieagentur Südwest zur energetischen Situation der Möslehalle zur Kenntnis.

Seit 1993 wird an der Halle herumgebaut

Seit vielen Jahren schon wird an der 1974/76 errichteten Luttinger Mehrzweckhalle herumgebaut: angefangen bei der Dämmung des Flachdachs 1993 bis zuletzt zur Umgestaltung der Nordfassade 2018. Jetzt soll mit der Aneinanderreihung von Einzelmaßnahmen Schluss sein. „Wir würden empfehlen, die restlichen Schritte gesamthaft anzugehen“, sagte Bürgermeister Ulrich Krieger am Montag im Gemeinderat.

Einsparpotential von bis zu 80 Prozent

Rund 0,5 Millionen Euro würde die Sanierung kosten, hat die Energieagentur Südwest errechnet. 260.000 Euro sollen die Arbeiten an Flachdach und Fassade des Anbaus kosten, 120.000 Euro der Ersatz der Heizung, 100.000 der der Lüftung, so Energieberater Mathias Muschal. Das Einsparpotential beim Verbrauch der Heizung bezifferte er auf „70 bis 80 Prozent“.

Wie ein Stück aus dem Museum

Die 44 Jahre alte Hallentechnik beschrieb Muschal wie ein Stück aus dem Museum. „Das war ein interessantes Erlebnis“, sagte er über die Inspizierung des Heizkessels. Dieser sei um das fünffache überdimensioniert. Die Lüftungstechnik sei nicht mehr zuverlässig zu regeln, auf sie entfalle fast zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs der Halle. 5000 Euro muss die Stadt jährlich für Strom zahlen, 10.000 Euro für Wärme. „Doch Einsparungen muss ich gar nicht als Argument anführen“, erklärte Muschal. „Die Sanierung ist eine technische Notwendigkeit.“

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Muschal empfahl, auf jeden Fall darüber nachzudenken, ob von der Möslehalle nicht auch die benachbarte Hebelschule über eine Nahwärmeleitung mitversorgt werden könnte. Zumal der Heizkessel in der Schule spätestens in zwei Jahren ohnehin ausgetauscht werden müsse. „Das macht wirklich Sinn“, befand der Bürgermeister über Muschals Vorschlag. Das sah auch der Gemeinderat so. Er beschloss, die Stadtverwaltung solle ein Architekturbüro mit der Erarbeitung eines Gesamtsanierungskonzept für die Möslehalle beauftragen, und die Energieagentur Südwest solle die Option einer Verbundwärmeversorgung mit der Hebelschule prüfen.