Der Schwarzwaldverein möchte bei der Altstadtweihnacht weniger Plastikmüll. Er ruft die Laufenburger auf, schon jetzt etwas für dieses Ziel zu tun und sich am Projekt „Wandertasse„ zu beteiligen. Jeder kann beim Verein gebrauchte Porzellantassen abgeben, in denen dann in sieben Monaten bei der Altstadtweihnacht Glühwein und Kinderpunsch ausgeschenkt werden soll.

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Wie viele andere Laufenburger Vereine beteiligt sich auch der Schwarzwaldverein schon seit vielen Jahren mit einem Stand an der Altstadtweihnacht. Dort bieten Vereinsmitglieder Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln an. Die Getränke wurden zunächst umweltfreundlich in Gläsern ausgeschenkt. Weil es mit dem Spülen nicht immer ganz einfach war, wurden bei der vergangenen Weihnacht als Notlösung Styroporbecher verwendet.

Unmengen an Müll

Das machte es sowohl für den Verein als auch für die Kunden zunächst einfacher. Denn es gab nichts zum Spülen und die Käufer mussten danach nicht noch mal zum Stand zurück, um ihr Glas zurückzugeben. Doch es hatte auch einen großen Nachteil: Es produzierte Unmengen an Müll. Das stellte Ines Zeller, Vorsitzende des Schwarzwaldvereins, fest, als sie bei der Altstadtweihnacht vergangenes Jahr abends noch durch die Stadt schlenderte. Überall lagen Styroporbecher herum oder häuften sich über den Mülleimern.

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Und da war Ines Zeller an dem Punkt, an dem sie eingestehen musste: „Das geht gar nicht.“ Vor allem nicht für einen Verein, der auch für Naturschutz steht. Also musste eine neue Lösung her. Ines Zeller sprach das Altstadtteam auf das Problem an und schlug ein Spülmobil vor. Mit diesem wäre es möglich gewesen, sämtliche an den Ständen ausgegebenen Tassen und Gläser auf einfachem Weg zu spülen. Doch ihr Vorschlag sei nicht überall auf Zuspruch getroffen, da er mit Aufwand und hohen Kosten verbunden gewesen wäre, erklärt Zeller.

Wandertasse mit Bändchen zum Nachfüllen

So suchte sie nach einer anderen Lösung und hatte die Idee zur „Wandertasse“: Die Kunden zahlen einen Euro Pfand und bekommen dafür eine Porzellantasse mit einem Bändchen, die sie sie sich umhängen können. Wenn sie sich noch einmal nachschenken lassen wollen, wird dafür wieder die gleiche Tasse verwendet. Die Tassen, so Zellers Idee, sollten vom Verein nicht für teures Geld neu angeschafft, sondern gebraucht gesammelt werden. Denn jeder hat daheim alte Porzellantassen im Schrank, die er nicht mehr braucht.

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Für das Projekt benötigt der Schwarzwaldverein Laufenburg mehr als 500 Tassen. Aber bisher laufe die Aktion gut, es wurden bereits 150 Tassen gespendet. Der Name der Wandertasse erinnert an die Haupttätigkeit des Schwarzwaldvereins. Da die gespendeten Tassen unterschiedlich groß sind, werden die Getränke in Millilitern ausgeschenkt und berechnet.

Mit einer Tasse die Umwelt schützen

„Es geht bei dem Projekt darum, das Umweltbewusstsein und den Naturschutz wichtig zu nehmen“, betont Ines Zeller. Beim Weihnachtsmarkt werde die Wandertasse ein Alleinstellungsmerkmal des Schwarzwaldvereins darstellen, wie Ines Zeller es nennt. „Es soll ein Zeichen setzen“, sagt die Vorsitzende des Schwarzwaldvereins über die Aktion. Denn auch die anderen Vereine sollten sich der enormen Müllproduktion bewusst werden und sehen, dass es auch anders geht.