„Wenn alles gut geht, wird Mitte 2020 anstelle der abbruchreifen Scheune, die neben dem Gasthaus ‚Engel‘ steht, das neue Gästehaus mit insgesamt 18 Betten seine Pforten eröffnen“, erklärte Michael Ruch, Inhaber des Gasthauses „Engel“, in Luttingen. Am 28. März gab ihm die untere Denkmalbehörde Waldshut die Abrissgenehmigung.

„Abreißen oder verrotten lassen“

Lange Zeit sah es um den Neubau des Gästehauses gar nicht gut aus, da die Denkmalbehörde, sowohl in Freiburg, als auch in Waldshut, den Abriss der alten baufälligen Scheune strikt ablehnte. Michael Ruch hatte das Bauvorhaben daher beinahe aufgegeben. Für ihn gab es nur zwei Möglichkeiten: „Abreißen oder verrotten lassen.“ Trotz eines Gutachten durch ein Rechtsanwaltbüro, das ihm mehr als 10 000 Euro gekostet hat und einen Abriss nahelegte, waren die Behörden nicht bereit, mit ihm über den Abriss zu sprechen. Dank des Diplom-Ingenieurs für Bauwesen, Elmar Maier aus Hohentengen, der einen guten Draht zur Denkmalbehörde hat, wurde auf seinen Antrag hin nach drei Jahren vergeblichen Bemühens am 28. März die Abrissgenehmigung erteilt.

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Nun hofft Michael Ruch, dass für den Neubau des Gästehauses nichts mehr im Wege steht. Die entsprechende formlose Bauvoranfrage ist von der Gemeinde Laufenburg positiv beschieden worden, sodass er jetzt konkrete Baupläne für einen Bauantrag erstellen lassen kann. Er wünscht sich für seine weitere Tätigkeit weniger Bürokratismus, um sich auf seine eigentliche Arbeit als Gastwirt und damit als Steuerzahler konzentrieren zu können.

Dann 33 Gästezimmer

Mit dem Bau des Gästehauses verfügt dann das Hotel-Gasthaus „Engel“ in Luttingen, das Michael Ruch zusammen mit seiner Frau Bianka in siebter Generation führt, neben der Gastwirtschaft über insgesamt 33 Hotelbetten: Zwei Ferienwohnungen für je vier Personen, sieben Doppelzimmer und elf Einzelzimmer. Alle Zimmer werden mit modernem Komfort, wie Dusche, WC, Flachbildfernsehen, Internet, Zimmersafe und zum Teil Balkon, ausgestattet sein. Außer der Hoteleinrichtung, die durch ein dafür ausgerüstetes Spezialunternehmen erfolgen wird, werden alle Handwerkerleistungen an Betriebe aus der Region vergeben. Denn Michael Ruch „möchte die Kirche im Dorf lassen“.

Der Sohn soll den Betrieb übernehmen

Er wünscht auch im Interesse von Laufenburg, seinen Hotelbetrieb weiter zu führen und hofft, dass sein 18-jähriger Sohn einmal in seine Fußstapfen tritt und den Betrieb in achter Generation fortführt. Der Abriss der Scheune wird in den nächsten Wochen erfolgen. Mit den entsprechenden schweren Gerätschaften haben die Arbeiten bereits begonnen.