Melanie Dramac

Luttingen (mdc) Im April 2018 wird es auf der Luttinger Bühne wieder ein Theater geben. Und dazu noch ein ganz besonders, denn die Luttinger Theatergruppe spielt erstmals in Kooperation mit den Caritaswerkstätten Hochrhein. Mit dem inklusiven Theaterprojekt möchte das Luttinger Theater zusammen mit der Caritas einen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderung leisten. Die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung steht im Mittelpunkt der Arbeit der Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH.

2015 feierte die Theatergruppe ihren 30. Bühnenauftritt und machte danach eine kreative Pause. Nun sind sie wieder da und das unter neuen Namen. Als "Luttinger Kult Theater" starteten sie am Freitag ihre erste Leseprobe für die zwei großen Aufführungen am 6. und 7. April 2018 in der Möslehalle. Unter der Regie von Franziska Ebner führen sie im nächsten Jahr das Stück "Lüge, Tod und Teufel" auf. Eine Komödie in drei Akten von R.W. Langer.

"So ein Projekt hat es in Luttingen noch nie gegeben und ich freue mich, dass ihr alle da seid", sagte Franziska Ebner bei der ersten Leseprobe. Neu mit im Team ist die Luttingerin Elisabeth Huber und auch Beate Bähr und Daniel Güdemann von der Caritas werden das erste Mal beim Theaterstück auf der Bühne stehen. Ebenfalls von der Caritas sind als Statisten Danica Pertile und Catherine Wilson als Engel zu sehen. "Sie freuen sich riesig, beim Theaterstück mitwirken zu können", sagt Corinna Baumgartner von der Caritas.

Auch beim Auf- und Abbau, an der Garderobe, an der Bar oder bei der Verpflegung der Besucher werden sich Menschen mit Behinderung einbringen. "Die Idee entstand aus einer Bierlaune ohne Bier", erzählt Manfred Schrenk, Geschäftsführer der Caritaswerkstätten Hochrhein, lachend. Beim Kartenspielen mit Giuseppe Gargano und Gerd Albietz ist die Idee entstanden, da die Caritas 2018 ihr 50-jähriges Bestehen feiert, passt das sehr gut. Franziska Ebner war sofort begeistert und der Rest der Gruppe auch."

Die Begeisterung war auch bei der ersten Leseprobe zu spüren. Beate Bär war leider nicht anwesend, da sie noch in Kur ist, doch Daniel Güdemann war mitten drin und bereits voll integriert. Nach zwei Jahren Pause und mit neuem inklusiven Theaterprojekt geht es nun wieder los. "Ich habe ein ganz besonderes Theaterstück ausgesucht und es hängt sehr viel Herz dran", so die Regisseurin. Für jeden hatte sie ein Steinherz dabei und verteilte diese zu Beginn mit einer innigen Umarmung. "Die Proben sollen euch Spaß machen und ihr sollt das Stück mit viel Freude leben."

Der Auftritt

Das Luttinger Kult Theater führt mit Laienschauspielern der Caritas das Stück "Lüge, Tod und Teufel" am 6. und 7. April 2018 in der Möslehalle auf. Regisseurin ist Franziska Ebner. Als Laienschauspieler wirken mit: Giuseppe Gargano, Frank Ebner, Gerd Albiez, Anette Keller, Marina Gassmann, Ralf Eschbach, Elisabeth Huber und von der Caritas Beate Bähr und Daniel Güdemann. Als Statisten treten Danica Pertile und Catherine Wilson auf.