Die Lieder der Gruppe An Erminig – Musique celtique de Bretagne handeln von Menschen, Begebenheiten und Schicksalen der Menschen in der Bretagne in früheren Jahren, die aber auch in die heutige Zeit hineinpassen. Am Samstagabend standen die fünf Musiker der Gruppe auf der Bühne der Stadthalle in Laufenburg/Schweiz. Der Auftritt war Teil der Laufenburger Kulturtage Fließende Grenzen. Mit ihrer Bühnenpräsenz beeindruckten sie die Gäste in der gut gefüllten Halle.

Blick in vergangene Zeiten

Sie gaben mit ihren Liedern einen abwechslungsreichen Einblick in das Leben in früheren Zeiten, als die fahrenden Bänkelsänger von Dorf zu Dorf zogen und dabei in Form von Balladen und Tanz-Liedern von Begebenheiten aus anderen Orten berichteten.

Andreas Derow spielte mehrere Instrumente.
Andreas Derow spielte mehrere Instrumente. | Bild: Charlotte Fröse

Die deutsche Gruppe, die sich nach dem bretonischen Wappentier, dem Hermelin, benannt hat, präsentierte in ihrem Programm „Plomadeg“ Melodien, mitunter schroff wie die Landschaft und scharf wie der Wind, der vom Meer an die Küste bläst, kühl und stürmisch wie das Meer, aber voller Geschichten aus dem Leben der dort beheimateten Menschen. Für den typischen bretonischen Klang sorgten die vielen Instrumente, die zum Einsatz kamen wie Dudelsack, Drehleier, Harfe und Flöten, um nur einige zu nennen.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Texte waren in Französisch, aber auch in Bretonisch, einer Variante der Keltischen Sprache. Sie kündeten von betrogene Ehefrauen, Hexen, unglücklichen Seefahrern oder tragischen Ereignissen. Dank der einführenden Worte der Gruppe zu den einzelnen Stücken, erschlossen sich für die Zuhörer die mitunter schwer bis gar nicht zu verstehenden Texte. Schon seit den 70er-Jahren teilt die Band die Faszination der bretonischen Kultur. Trotz der Tristesse, der Trauer und der schweren Schicksale, die besungen wurden, ging es in den Bretonischen Tänzen voller Lebensfreude auch heiter zu. Eine Gruppe von Zuhörern wagte sich unter der Anleitung der Gruppe sogar an einen bretonischen Reihentanz. Den Gesichtern der Tanzenden war anzusehen, dass es ihnen sichtlich Freude machte.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Konzert weckte bei vielen Laufenburger Besuchern zudem Erinnerungen an Besuche in der Laufenburger Partnerstadt Le Croisic, mit der die Jumelage seit 1973 besteht. Diese Partnerschaft teilt Laufenburg, trotz vieler gemeinsamer Dinge und der Fließenden Grenzen, allerdings nicht mit der Schweizer Schwesterstadt. Dies erklärte Renata Vogt, Präsidentin des grenzüberschreitenden Kulturausschusses beider Laufenburg, der die Kulturtage Fließende Grenzen seit nunmehr 20 Jahren organisiert.

Die Laufenburger Kulturtage dauern noch bis 18. August. Geboten werden verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Mehr Informationen und das Programm finden Sie hier.