Im neuen Kindergarten Rappenstein kümmern sich zwölf Erziehungskräfte und zwei Auszubildende um derzeit 80 drei- bis sechsjährige Mädchen und Jungen. Für bis zu 126 Kinder bieten die sechs Gruppenräume Platz. 4,2 Millionen Euro hat sich die Stadt Laufenburg den Bau kosten lassen, der den sanierungsbedürftigen alten Kindergarten Rappenstein ersetzt.

1200 Quadratmeter Grundfläche

Gleich am Abend des ersten Betriebstags machte sich denn auch der Gemeinderat ein Bild von der Einrichtung. Leiterin Hannelore Schulz und Architektin Yvonne Reich empfingen die Gäste im großzügigen, hellen Foyer und führten sie durch das zweigeschossige Gebäude mit seinen insgesamt 1200 Quadratmeter Grundfläche. Hier werden derzeit fünf, später einmal sechs Kindergartengruppen betreut. Jeder von ihnen steht ein eigener 50 Quadratmeter großer Gruppenraum zur Verfügung plus ein weiterer 20 Quadratmeter großer Nebenraum, in dem die Kinder ausruhen oder schmökern können. Der 70 Quadratmeter große Speisesaal bietet 42 Kindern Platz. Ein hohes, lichtes Atrium verbindet die beiden Geschosse und kann als Raum für Feste und Aufführungen genutzt werden.

Da werden Grundschüler neidisch

Nicht nur die Stadträte waren von dem Gebäude beeindruckt. Kindergartenleiterin Hannelore Schulz berichtete lachend von dem wohl größten Lob aus dem Mund eines Grundschülers der benachbarten Hans-Thoma-Schule, der neidisch gesagt habe: "Ich will auch wieder in den Kindergarten!"

Einweihung am 30. März 2019

Die Eltern hatten sich bereits zwei Wochen vor der Inbetriebnahme bei einem Elternabend ein Bild davon machen können, in welchen Räumen ihre Kinder jetzt betreut werden. Am Dienstag, 13. November, wird auch der Elternbeirat erstmals im neuen Kindergarten zusammenkommen. Die offizielle Eröffnung ist am 30. März 2019 geplant. Dann sollen auch die Außenanlagen fertiggestellt werden. Bis es soweit ist, können die Kinder die Spielgeräte vor dem alten Feuerwehrhaus nutzen, in dem die Betreuungsgruppen nach dem Abbruch des alten Kindergartengebäudes ab Ostern 2017 untergebracht waren.

"Meine Tochter findet den Kindergarten supertoll"

Sarah Leuenberger (35) aus Laufenburg ist Elternbeiratsvorsitzende am Kindergarten Rappenstein. Hier wurden alle ihre vier ihrer Kinder betreut, derzeit die fünfjährige Tochter.

Wie gefällt Ihnen das neue Kindergartengebäude auf dem Rappenstein?

Es ist sehr schön geworden. Wenn man den alten Kindergarten kannte, dann ist das jetzt im Vergleich alles sehr viel freundlicher und heller, die Gruppenräume sind viel größer. Was einem aber zuerst auffällt: Im alten Kindergarten war es immer sehr laut. Hier aber fällt die große Zahl der betreuten Kinder gar nicht auf, denn alles ist so gut gedämmt und leise. Was natürlich auch sehr schon ist: Die großzügige Küche, die gab es ja vorher gar nicht. Sehr sinnvoll finde ich auch, dass der Eingang auf die Nordseite verlegt wurde. Früher fuhren manche Eltern mit ihrem Auto leider bis auf den Schulhof der Grundschule, wenn sie ihre Kinder aus dem Kindergarten abholten. Das wird es hoffentlich in Zukunft nicht mehr geben.

Was hat Ihr Kind nach dem ersten Tag in den neuen Kindergartenräumen berichtet?

Meine Tochter hat erzählt, dass sie den Kindergarten supertoll findet. Sie habe jetzt sogar ein eigenes Fach, in dem sie ihre Bilder unterbringen könne. Außerdem hat sie davon berichtet, dass sie jetzt zwei Gruppenräume hätten, so dass zum Beispiel die Jungs oder Mädchen getrennt spielen könnten, oder dass mal in Ruhe vorgelesen werden könne.

Waren die Kindergarteneltern in die Planung des neuen Kindergartens eingebunden?

Nein, nicht. Es gab eine Arbeitsgruppe, in der die Erzieherinnen vertreten waren, aber keine Eltern. Es gab mal einen Infoabend, vor dem Umzug ins Feuerwehrhaus.

Werden sie das alte Feuerwehrhaus als provisorischen Kindergarten vermissen?

Nein. Das war zweckgebunden und als Übergangslösung in Ordnung. Doch vermissen tut das keiner. Wir sind froh, dass wie wieder am angestammten Platz im Umfeld der Schule und auch der Krippe sind. Ich zum Beispiel habe drei Kinder auf dem Rappenstein in der Realschule, in der Grundschule und im Kindergarten. Die können sich dort beispielsweise gegenseitig abholen, um gemeinsam nach Hause zu gehen. Das ist eine wirklich gute Sache.

Fragen: Markus Vonberg