Vor einer Woche noch schwelgte die Altstadt von Laufenburg in festlicher Weihnachtsstimmung. Jetzt flattern bunte Fähnchen im Wind und zeugen davon, dass für Sentimentalität kein Platz mehr ist und der Frohsinn einkehrt. Und um das zu unterstreichen, wurde jetzt der Narrenfahrplan der Laufenburger Fasnacht vorgestellt. 630 Jahre alt wird die Narro-Altfischerzunft in diesem Jahr.

„Wir werden das nicht feiern“, kündigt Zunftmeister der minderen Stadt, Claus Epting, an. Doch wünscht er sich, dass das Brauchtum der Laufenburger Fasnacht wieder mehr in den Vordergrund rückt. Im Vorfeld sprach ihm bereits die anwesende Laufenburger Bürgermeister-Stellvertreterin Gabriele Schäuble (FW) von der Seele, die zurückblickend auf die vergangenen Jahre während der Tschättermusik einen Zuschauerrückgang beklagte. Am Donnerstag, 21. Januar, startet die Fasnacht in Laufenburg um 5 Uhr: Am frühen Morgen machen sich die Tambouren der mehreren Stadt auf den Weg, um die Bevölkerung in der Schweiz zu wecken. Das badische Laufenburg bekommt eine Stunde Schlaf mehr geschenkt. Doch damit nicht genug getschättert. Um 16 Uhr treffen sich die Laufenburger Kinder, um es den Großen gleich zu tun. Zur Belohnung gibt es eine „Heisse“. Das Spektakel wiederholt sich noch einmal um 19.30 Uhr, aber diesmal wieder mit den Großen. Um 19 Uhr am Donnerstag, 28. Januar, steht auch der Wiieberklatsch auf dem Programm, der traditionell vom Laufenburger Elferrat organisiert wird. „Weil das Lokal Alte Post immer noch geschlossen ist, steht noch kein neuer Veranstaltungsort fest“, so Epting.

Die Senioren in Laufenburg sind am Sonntag, 31. Januar, ab 15 Uhr in das Pfarrheim Heilig Geist zur Seniorenfasnacht mit Musik von den „Optimisten“ eingeladen. Mit dem dritten Faißen am Donnerstag, 4. Februar, steuert die Laufenburger Fasnacht bereits auf ihren Höhepunkt zu. Die Regierungszeit von Ulrich Krieger wird an diesem Tag ab 11.11 Uhr unterbrochen, der die Geschäfte in die Hände des Elferpräsidenten Robert Schwander legen muss. Trotzdem darf er sich nicht in den Urlaub verabschieden, sondern wird gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Schweiz, dem Stadtammann Herbert Weiss, um 17 Uhr die Städtlefasnacht in der Innenstadt eröffnen.

Doch bevor es soweit ist, ist die Salmanlandung in der Codman-Anlage um 16.30 Uhr. Nach der Altstadtverdunkelung um 19.30 Uhr setzt sich der gemeinsame Zug der Tschättermusik in Bewegung. Seit vielen Jahren organisiert die Narro-Altfischerzunft während der Städtlefasnacht am Freitag das närrische Kasperletheater. In diesem Jahr geht das Kasperle zum ersten Mal auch in die Schweiz und erzählt seine Geschichten in der Taverne zum Schiff.

Beim Kinder-Guggen-Open-Air treten fünf Kinder-Guggen auf. Sogar aus Konstanz reist eine Gruppe an. Im Anschluss an das Konzert gibt es ein gemeinsames Konzert, wozu auch alle Kinder eingeladen sind, die ein Instrument mitbringen. 33 Guggenmusiken aus fünf Kantonen und sieben Landkreisen stehen auf fünf Bühnen während dem 26. grenzüberschreitenden Open-Air-Gugge-Festival. Am Samstag, 6. Februar, gehört die Innenstadt den Hexen, Geistern und Dämonen, die sich zum gemeinsamen „Häxefüür“ mit einem grenzüberschreitenden Umzug treffen. „In diesem Jahr gibt es ein Häxefüür mit einer besonderen, feurigen Show“, verspricht Yannick Epting von den Waldgeistern Rhina.

Am Sonntag wird der Höhepunkt der grenzüberschreitende Umzug mit 43 Gruppen sein, der sich um 14 Uhr in Bewegung setzt. Am Montag, 8. Februar, sind die Kinder an der Reihe und am Dienstag sieht die Fasnacht 2016 ihrem seligen Ende entgegen. Um 19.30 Uhr geht sie nach einer gemeinsamen Tschättermusik auf dem Rathausplatz in Flammen auf.