Laufenburg/CH Laufenburg: Streit zwischen dem Bewohnerverein Altstadt und den Fasnächtlern

Die Fronten verhärten sich erneut: Fasnachter im Schweizer Laufenburg halten von Bewohnerverein geforderte Richtlinie für Nutzung des öffentlichen Raums für unnötig.

Vor gut zehn Jahren entbrannte in Laufenburg/CH ein Streit zwischen dem Bewohnerverein Altstadt und den Fasnächtlern. Nachdem der Gemeinderat mehrere Anträge des Bewohnervereins abgelehnt hatte, gipfelte die Auseinandersetzung in einer Beschwerde beim Kanton. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage beruhigt, doch nun scheinen sich die Fronten erneut zu verhärten.

Der Bewohnerverein hat eine Richtlinie entworfen, mit der die Nutzung des öffentlichen Raums in der Altstadt geregelt werden soll. Auch für die Fasnacht sind Bestimmungen enthalten. Während der Bewohnerverein der Ansicht ist, dass es die neue Richtlinie braucht, sind die Fasnächtler anderer Meinung.

René Leuenberger, Zunftmeister der Narro-Alt-Fischerzunft, sagt etwa mit Verweis auf bestehende Vorschriften wie das Polizeigesetz oder die Bau- und Nutzungsordnung: "Wir haben bereits genügend Vorschriften." In die gleiche Kerbe schlägt auch Lukas Knecht, Präsident des OKs Städtlefasnacht: "Fast alles, was in der Richtlinie enthalten ist, ist bereits geregelt." Im Baugesetz etwa stehe, dass Fahrnisbauten bis zu zwei Monate ohne Bewilligung errichtet werden dürfen. "Die Richtlinie will das nun auf 20 Tage begrenzen." Walter Bürgler von den Stadthäxe sagt: "Je mehr Richtlinien es gibt, umso komplizierter wird es." Kurt Brandenberger vom Bewohnerverein dagegen sieht in der Richtlinie keinen Bürokratie-Aufbau. Und sie sei auch nicht gegen die Fasnacht gerichtet. "Uns war klar, dass der Verdacht aufkommt, dass wir gegen die Fasnacht kämpfen", sagt er. "Sie kommt auch vor, ist jedoch nur ein kleiner Teil.

" Tatsächlich sind in der Richtlinie Ausnahmebestimmungen bei der Veranstaltungsdauer und der Schall-Begrenzung für die Fasnacht erwähnt. Das OK Städtlefasnacht werde wegen der Richtlinie des Bewohnervereins eine Eingabe an den Stadtrat machen, so Knecht. Die Fasnachtsvereine haben noch nicht entschieden, ob sie individuell auch noch an den Stadtrat gelangen, wie es etwa bei den Barockern, den Stadthäxe oder der Narro-Alt-Fischerzunft heisst. Eines ist für René Leuenberger aber bereits jetzt klar. "Egal, ob das Papier Richtlinie oder Reglement heisst: Der Stadtrat muss es der Gemeindeversammlung vorlegen."

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