Der Kreisverkehr in Hochsal hat durchaus noch Chancen auf Realisierung. Diese Ansicht vertritt die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, nachdem sie nun Antwort auf ein Schreiben an das Landesverkehrsministerium erhalten hat. Darin hatte sie den Antrag der Stadt Laufenburg auf Umbau der Kreuzung von L 151a und K 6542 in Hochsal in einen Kreisverkehr unterstützt. Das Landesverkehrsministerium habe ihr nun mitgeteilt, dass zunächst verkehrsrechtliche Maßnahmen zu erwägen seien, bevor bauliche Maßnahmen getroffen werden könnten.

„Ich werde die Auswirkungen der verkehrsrechtlichen Maßnahmen genau verfolgen und weiterhin den engen Austausch mit der Gemeinde suchen", so Schwarzelühr-Sutter. Die gestiegenen Unfallzahlen untermauerten jedoch, dass zügig etwas geschehen müsse. Verkehrsrechtliche Maßnahmen dürften nicht als Verzögerungstaktik herhalten. "Sollten sich die Unfälle weiter häufen, werde ich mich dafür einsetzen, dass die Evaluation durch die Unfallkommission früher als geplant erfolgt, und die notwendigen baulichen Maßnahmen veranlasst werden. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität für mich“, so Rita Schwarzelühr-Sutter.

Laut dem Schreiben des Verkehrsministeriums wurden bereits erste verkehrsrechtliche Maßnahmen ergriffen. So wurde eine zusätzliche Markierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf der Fahrbahn angeordnet. Weiterhin wurde das Ordnungsamt am Landratsamt Waldshut gebeten, die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch verstärkte Überwachung durchzusetzen.

„Für eine Landstraße ist die Fahrbahn ungewöhnlich breit, was für Radfahrer und Fußgänger die Überquerung erschwert. Außerdem kommt es aufgrund der ungünstigen topographischen Bedingungen und überhöhter Geschwindigkeit in diesem Bereich immer wieder zu schweren Unfällen“, erklärte Schwarzelühr-Sutter. In der Antwort des Verkehrsministeriums heißt es zudem, dass eine neue Unfallkommission, die noch in diesem Jahr zur L 151a zusammentreten wird, weitere Maßnahmen in Betracht ziehen könnte, etwa die Einrichtung von Stoppstellen in den Nebeneinrichtungen. Im Sommer 2019 sollen die ergriffenen Maßnahmen bewertet werden. Laut dem Verkehrsministerium käme auch die Einrichtung einer Ampelsteuerung sogar mit Geschwindigkeitssteuerung infrage, womit sich auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer beim Überqueren der Fahrbahn deutlich verbessern ließe.