Laufenburg Konzert in Laufenburg: So tönt die russische Seele

Die Sänger des Vocal Ensembles Vivat aus St. Petersburg begeistern in der Heilig Geist Kirche in Laufenburg mit ihrer Musik und ihrem Humor.

„Man meint da stehen 50 Mann und singen“, kündigte der katholische Pfarrer der Seelsorgeeinheit Laufenburg Klaus Fietz das Konzert der vier Sänger des Vocal Ensembles Vivat aus St. Petersburg in der Heilig Geist Kirche in Laufenburg an. Und er sollte Recht behalten. Die vier Sänger, Oleg Semenov (erster Tenor), Sergey Chaplinski (zweiter Tenor), Peter Samoilin (Basso Profundo), Viktor Stupnev (Bariton) gaben der kleinen, auserwählten Schar der Zuhörer einen Einblick in die russische Seele und erfüllten das Kirchenschiff mit ihrer Musik. Immer wieder raunte es „Bravo und Super“ im Publikum. Bereits am Vormittag hatten sie mit ihrer Musik den Sonntags-Gottesdienst in Birndorf bereichert.

Voller Inbrunst intonierten sie russische geistliche Musik und mit komödiantischem Talent russische Volkslieder. Den Anfang machte der Psalm „Freut Euch im Herrn“ von Beresowski. Mit „Simeon“ intonierten sie dann eines der drei Lobgesänge des Lukasevangeliums. Hier brillierte Oleg Semenov in einem Solopart. Von einem unbekannten Meister war das Stück „Oh, lobet den Namen des Herrn“. Auch das wurde von den vier Künstlern meisterhaft interpretiert. Auch das Stück aus der Vesper „Freu Dich oh Mutter Gottes“ von Rachmaninov und Tschaiowskys „Vater unser „ wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Den Schlusspunkt unter die geistlichen Lieder setzte das Stück „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Dmitri Bortnjanski. Da der Komponist in Italien studiert und dabei Deutschland durchquert hatte, erklärte Stepnev, sangen die vier die erste Strophe auf Russisch und die zweite auf Deutsch. Ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellten die Sänger dann im zweiten Teil, den russische Volkslieder dominierten. Jedes Stück wurde zuvor vom Leiter des Ensembles Victor Stepnev beschrieben. So entführte die Sänger die Zuhörer in weite Steppen mit dem Lied, „durch die weite unendliche Steppe fließt der Fluss Wolga und in der Ferne ertönt ein trauriges Lied“. Vortrefflich vorgetragen und komisch inszeniert auch das Stück „ein junger Bursche verliebt sich in ein schönes Mädchen, aber der Vater des Mädchens ist dagegen. Erst die Tränen und Bitten der beiden stimmen ihn um“. Sehr amüsant war auch das Stück“ ein Mann kommt nach Hause und bittet seine Frau um Fischsuppe und ein Glas Wein. Die Frau erwidert: küss mich einmal bitte“. Die Zuhörer waren restlos begeistert und wollten gar nicht mehr gehen. Das Ensemble ließ sich nicht lange bitten und gab eine „allerletzte Zugabe“, so Stupnev. Nach „Guten Abend, gute Nacht,“ diesmal auf Deutsch verabschiedeten sich die Sänger. Die anschließende Kollekte war bestimmt für die Neugeborenen-Intensivstation des Kinderkrankenhaus St. Nikolaj Wundertäter in St. Petersburg.

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