Gesucht sind Menschen mit Interesse an Laufenburg und an seinen Bürgern, mit Engagement und Eigeninitiative, mit Offenheit und Teamgeist – und das 72 Mal. So viele Kandidaten nämlich können die vier im Gemeinderat vertretenen Parteigliederungen und kommunalpolitischen Gruppen zusammen maximal aufstellen, wenn am 26. Mai 2019 neue gewählt wird. Jede Liste kann bis zu 18 Bewerber umfassen. Doch leicht ist es nicht, Bürger für ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik zu begeistern.

Nur vier hören definitiv auf

Dabei scheint Kommunalpolitik durchaus Spaß zu machen, denn nach jetzigem Stand wollen nur vier der 18 Stadträte sicher nicht mehr kandidieren: Bei den FW haben die beiden altgedienten Kommunalpolitiker Paul Eichmann und der inzwischen sogar zurückgetretene Bernhard Gerteis vor einer Woche erklärt, dass sie 2019 nicht mehr antreten. Bei der CDU steht laut Auskunft der Ortsverbandsvorsitzenden Michaela Kaiser der altersbedingte Abschied der 73-jährigen Maria Theresia Rist fest. Bei der SPD hört Heidi Bagarella auf, so Ortsvereinsvorsitzender Robert Terbeck. Alle anderen 14 Stadträte treten erneut an oder erwägen dies zumindest.

Unentschlossene Stimmenkönigin

Am weitesten scheinen die Freien Wähler mit ihren Wahlvorbereitungen zu sein. "Wir sind seit dem Sommer 2018 auf der Suche nach neuen Kandidaten", so deren Vorsitzender Sascha Komposch. "Zuerst haben wir begonnen über persönliche Kontakte geeignete Kandidaten zu finden." Dabei sei es vor allem bei jüngeren Kandidaten wichtig, die Aufgaben dieses kommunalpolitischen Ehrenamts zu erklären. Nun weiten die Freien Wähler die Suche über das Mitteilungsblatt, über ihre Homepage und in Kürze auch über ihren Facebook Account aus. Komposch: "Auch hier hatten wir bereits erste Erfolge. Es haben sich bereits zwei Interessenten über unsere Homepage gemeldet." Insgesamt haben die Freien Wähler bereits zwölf Gemeinderatskandidaten zusammen sowie sieben Bewerber für den Ortschaftsrat Rotzel und sechs für den in Luttingen. Unter den amtierenden Stadträten sind laut Komposch Manfred Ebner, Manuela Pfister, Reiner Wiesmann sowie er selbst zu einer erneuten Kandidatur bereit. Noch nicht entschieden habe sich Gabriele Schäuble, 2014 mit fast 4000 Stimmen unangefochtene Stimmenkönigin. "Unser Ziel ist es natürlich, die sieben Sitze im Gemeinderat zu halten und wenn möglich auch stärkste Fraktion zu bleiben", so Komposch.

Die CDU hat 50 Mitglieder

Noch keine Zahlen zu den bisher feststehenden Bewerbern der CDU wollte Ortsverbandsvorsitzende Michaela Kaiser nennen. Seit 11. Oktober, der ersten Zusammenkunft des neugewählten Ortsverbandsvorstands, sind die Christdemokraten auf der Suche. Um Kandidaten zu finden, sprechen sie nicht nur mit den rund 50 Laufenburger CDU-Mitgliedern, sondern auch mit Vorsitzenden und engagierten Mitgliedern Laufenburger Vereine. Auch die CDU sucht Bewerber über das Amtsblatt. Von den sechst amtierenden Stadträten der CDU-Fraktion haben laut Kaiser noch nicht alle über ihre Kandidatur 2019 entschieden, weshalb sie bis auf den feststehenden Verzicht von Maria Theresia Rist keine weiteren Angaben machen wollte.

SPD will wieder ein Dutzend Bewerber

Ähnlich ist die Situation bei der Laufenburger SPD. "Wir hoffen, dass wir uns mit der gleichen Anzahl von Kandidaten in die Gemeinderatswahl einbringen können, wie bei der letzten Wahl", erklärte Ortsverbandsvorsitzender Robert Terbeck. 2014 hatten die Sozialdemokraten eine Liste mit zwölf Bewerbern präsentiert und drei Sitze im Gemeinderat gewonnen.

Die beiden Grünen machen weiter

Die Grünen antworteten nicht auf unsere vergangenen Freitag per Mail an alle Vorsitzenden der politischen Ortsverbände verschickten Fragen. Ihre beiden Stadträte Jürgen Weber und Malte Thomas hatten bereits im September erklärt, sich 2019 nochmals bewerben zu wollen.

Das Wahlergebnis 2014 und die Kontakte zu den Listen