Quasi zwei Veranstaltungen in einer begeisterten die rund 130 Zuschauer in der Laufenburger Stadthalle: clowneske Akrobatik und ein Konzert zwischen Klassik und Moderne, dargeboten vom Duo Gogol und Mäx im Rahmen der Kulturtage Fließende Grenzen.

Gogol tanzt zur Musik von Mäx auf einer Stange zwischen Klavier und Tuba.
Gogol tanzt zur Musik von Mäx auf einer Stange zwischen Klavier und Tuba. | Bild: Julia Becker

Die beiden Musikakrobaten sind mit ihrem Programm „Concerto Humoroso“ bereits gute Bekannte in der Region, wissen aber ihre Fans immer wieder aufs Neue zu begeistern. Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Als klassischer Musiker im Frack versucht Gogol am Klavier, bekannte Stücke von Bach bis Strauss zu spielen, jeweils angekündigt als „Concerto piano solo“. Seinen Kollegen Mäx hält es nicht auf dem ihm zugedachten Stuhl, aus jeder Ecke zaubert er ein neues Instrument, um mitspielen zu können. Dabei scheint das musikalische Talent der Beiden grenzenlos: Das Solo wird zum Duett, klassische Musik verwebt sich mit modernen Klängen. Von Mozart und Bach geht es zu Rock ‚n‘ Roll und Folk.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit einem Augenzwinkern taucht dabei immer wieder Mäx‘ Liebling „La Cucaracha“ auf, was Gogol zur Weißglut bringt. Dieser versucht, natürlich erfolglos, sein Soloprogramm beizubehalten. Da werden Flöten versteckt und Klarinetten in der Blumenvase versenkt. Mal landet Mäx in der Tonne, dann steckt Gogols Kopf in der Tuba. Weitergespielt wird unverzagt: Ein Höhepunkt ist das gleichzeitige Spiel von Mäx auf Klavier und Alphorn oder auch die Konstruktion aus zwei Tubas mit Schläuchen und Trichtern zwecks musikalischer Energierückgewinnung.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Publikum greift den Faden schnell auf, bereits während der Vorstellungen werden Zugaben gefordert. Selbst in den Zuschauerraum geworfene Teller, zum Glück aus Pappe, bremsen die Begeisterung nicht. Im zweiten Teil darf dann auch Gogol seine musikalischen Fähigkeiten an Gitarre und Saxophon zeigen. Während des Musizierens geht auch mal ein Stuhl zu Bruch, selbst eine kleine Kopfverletzung hält die Beiden nicht zurück: Dann wird eben der Verband zur Unterlage für das Xylophon.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit gutem Timing, Charme und Körperbeherrschung gelingt es Christoph Schelb als Gogol und Max-Albert Müller als Mäx, das Tempo zu halten, zwei Stunden verfliegen. Das viel improvisiert wird, mag man als Zuschauer kaum glauben: Nahtlos greifen Gags und Musikstücke ineinander. Der gelungene Abend geht nicht ohne Zugabe zu Ende, nun als Duett auf Gläsern.