Es wird in Laufenburg auf absehbare Zeit keinen Altstadt-Flohmarkt mehr geben. Die SÜDKURIER-Lokalredaktion, die den Markt seit 2009 organisiert hatte, teilte am Mittwoch der Stadtverwaltung und dem Gewerbeverband Laufenburg mit, dass sie dies nicht fortführen werde: „Schon in der täglichen Redaktionsarbeit fallen viele Überstunden und Sonntagsdienste und damit ein entsprechender Freizeitausgleich an. Wir haben uns in der Lokalredaktion deshalb dafür entschieden, die doch recht zeitaufwendige Organisation des Flohmarkts nicht mehr durchzuführen.“

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2009 war der Altstadt-Flohmarkt erstmals abgehalten worden. Anlass war damals das zehnjährige Bestehen des Laufenburger Wochenmarkts. Marktfrau Marianne Matt aus Stadenhausen und „Rebstock“-Wirtin Martina Brutsche aus Laufenburg hatten die Idee, zehn Jahre Wochenmarkt mit einem Famlilienflohmarkt zu feiern und die SÜDKURIER-Lokalredaktion um die Organisierung des Flohmarkts zu bitten. Als Unterstützer der Veranstaltung waren auch die Stadtverwaltung und der Gewerbeverband mit ihm Boot.

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Vom ersten Jahr an lockte der Laufenburger Altstadt-Flohmarkt Händler und Besucher ins Städtle. Im ersten Jahren wurden auf dem Rathausplatz 40 Marktstände aufgebaut, im zweiten wuchs der Markt schon die Hauptstraße hinab. Seit 2011 standen Stände vom Rathausplatz die ganze Hauptstraße hinab bis auf die Laufenbrücke. Im selben Jahr wurde privat auf Schweizer Seite ein zeitgleicher Ableger des Flohmarkts organisiert, der damit einmal sogar grenzüberschreitend war. Bis zu 60 Stände umfasste der Altstadt-Flohmarkt.

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Sein besonderes Merkmal war das Wetterglück: Kein einziges Mal standen Beschicker und Besucher des immer am letzten Freitag im September abgehalten Markts im Regen. Der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger bedauerte die Entscheidung, die Veranstaltung nicht mehr abzuhalten: „Für die Altstadt war der Flohmarkt immer eine Bereicherung.“ Krieger erklärte aber auch, dass er die Gründe für die Entscheidung gut nachvollziehen könne. Er dankte der SÜDKURIER-Lokalredaktion für deren Engagement. „Vielleicht gibt es ja irgendwann einen neuen Organisator“, so Krieger.