Die Vereinsgründung des SV 08 erfolgte im April 1908. Zwölf junge Männer aus Laufenburg, unter ihnen Josef Meyer. K. A. Zürny und Viktor Vogelbacher, hoben den SV 08 Laufenburg aus der Taufe. Zu dieser Zeit fanden lediglich Freundschaftsspiele statt.

Kriege unterbrechen den Spielbetrieb nur für wenige Jahre

Der Erste Weltkrieg sorgte für eine Unterbrechung des Spielbetriebs und der Vereinstätigkeit. Bereits 1919 erwachte in Laufenburg neues Fußballleben und der Verein erfreute sich einer stetigen Aufwärtsentwicklung. Der Zweite Weltkrieg sorgte erneut für einen jahrelangen Unterbruch. Die Wiedergründung erfolgte im April 1947.

Verschiedene Spielstätten

Vor dem Zweiten Weltkrieg trugen die 08er ihre Spiele auf einem Platz östlich des ehemaligen Dampfsägewerks aus – heute stehen dort eine Spielothek und der Imbiss der Metzgerei Stepanek. Danach fand der Spielbetrieb auf einer Wiese in der Laufenburger Oststadt nördlich der B 34 statt, etwa dort, wo heute Hochhäuser stehen.

Zunächst Absage

Die Suche nach einem geeigneten Gelände für den Fußballplatz stand nach dem Krieg ganz oben auf der Prioritätenliste der 08er. So schlug der Verein der Stadt schon früh das ehemalige Gelände des Reichsarbeitsdienstes als Standort für einen Sportplatz vor. Dies ist der Bereich, an dem das Waldstadion dann doch erstellt werden konnte. Die Stadt lehnte das Begehren des Vereins zunächst jedoch ab und so wurde in den nächsten Jahren immer wieder nach geeigneten Spiel- und Trainingsplätzen Ausschau gehalten.

1950 Einweihung des Waldstadions

Dem Engagement von Bürgermeister Albert Wasmer (Amtszeit 1949 bis 1980), der vor und nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Fußballer war, aber auch der Aufgeschlossenheit des Stadtrats und nicht zuletzt dem großen Engagement von Vorstand und Vereinsmitgliedern, die immer tatkräftig Hand anlegten, ist es zu verdanken, dass der lang ersehnte Fußballplatz angelegt werden konnte. Im August 1950 wurde die Einweihung des Waldstadions gefeiert. Jedoch währte die Freude am neuen Spielfeld nicht lange, denn der lehmige Boden machte den Platz vor allem nach Regenfällen praktisch unbespielbar.

1966 wurde mit dem Bau des Sportheims des SV 08 Laufenburg am Waldstadion begonnen.
1966 wurde mit dem Bau des Sportheims des SV 08 Laufenburg am Waldstadion begonnen. | Bild: Archiv SV 08 Laufenburg

Der Gemeinderat entschloss sich schließlich 1966, den Rasenplatz des 16 Jahre zuvor eingeweihten Waldstadions in einen Tennenplatz (Hartplatz) umzuwandeln. Eine Flutlichtanlage wurde zudem installiert. Ebenfalls in diesem Jahr wurde mit dem Bau des Vereinsheims mit Funktionsräumen im Untergeschoss sowie einer Gaststätte und einer Wohnung im Erdgeschoss begonnen. Ab 1962 hatten die Fußballer ihr Vereinslokal im Café "Sonnenblick" (Café "Sulger" in der Oststadt), dort waren auch die Umkleide- und Waschräume. Einmal mehr zeigte sich auch bei der Realisierung der Sportanlage und des Vereinsheims der große Einsatz der Vereinsmitglieder für ihren Verein, denn sie packten kräftig mit an, um den Bau voranzutreiben. Die Einweihung der umgebauten Sportanlage erfolgte 1967.

1967 wurde die erste Mannschaft des SV 08 Meister der B-Klasse, stieg in die A-Klasse auf und markierte den Beginn einer neuen Ära. Hinten, von links: Walter Grimm (Präsident), Hans Hebenstreit (stellvertretender Vorsitzender), Gerhard Rudigier, Hans-Peter Schwarz, Gerd Oeschger, Georg Djuga, Hansjörg Rudzku, Peter Castell (Vorsitzender) und Jürgen Mutter. Vorn, von links: Rudolf Gierer, Siegfried Schwab, Rudolf Kölble, Klaus Rudigier, Karl-Franz Eckmann und Gerhard Keppler.
1967 wurde die erste Mannschaft des SV 08 Meister der B-Klasse, stieg in die A-Klasse auf und markierte den Beginn einer neuen Ära. Hinten, von links: Walter Grimm (Präsident), Hans Hebenstreit (stellvertretender Vorsitzender), Gerhard Rudigier, Hans-Peter Schwarz, Gerd Oeschger, Georg Djuga, Hansjörg Rudzku, Peter Castell (Vorsitzender) und Jürgen Mutter. Vorn, von links: Rudolf Gierer, Siegfried Schwab, Rudolf Kölble, Klaus Rudigier, Karl-Franz Eckmann und Gerhard Keppler. | Bild: Archiv SV 08 Laufenburg

Erfolge feierten die 08er auch im sportlichen Bereich. Wurde in den 50er und 60er Jahren noch in der B- beziehungsweise in der A-Klasse gespielt, änderte sich dies ab der Saison 1970/1971 mit dem Aufstieg in die zweite Amateurliga. In der Saison 1972/1973 erfolgte der Aufstieg in die erste Amateurliga. Von 1973 bis 1975 musste der Abstieg in die zweite Amateurliga (ab der Saison 1978/1979 Landesliga) hingenommen werden, der der SV 08 dann weitere 16 Jahre mit allen Höhen und Tiefen angehörte.

Der SV 08 Laufenburg geht als Favorit in die Bezirksliga-Saison 2018/2019. Im Bild die erste Mannschaft in der aktuellen Saison. Hinten, von links: Christian Keller, Thierry Barb, Felix Schmidle, Julian Völz, Eduard Nowack, Matthias Feldmann, Luka Schmidt, Patrick Braun, Amoin Bouhouch und Steffen Späthe. Mitte, von links: Raffele Cella (TW-Trainer), Klaus Bächle (Betreuer), Sahin Pour Norouz, Sandro Knab, Giuseppe Ferrara, Alessio Paciulli, Angelo Armenio, Fabrizio Tardo, Marc Schikowski (Co-Trainer) und Michael Wasmer (Trainer). Vorn, von links: Giuseppe Catanzaro, Alija Kapidzija, Felix Zölle, Arber Islami, Fatih Er, Stefan Jehle, Christoph Mathis, Matteo Mäder, Tobias Lerch, Emanuel Esser. Nicht im Bild: Bujar Halili, Onur Dokuzkardes und Merit Osasumwen Edokpayi.
Der SV 08 Laufenburg geht als Favorit in die Bezirksliga-Saison 2018/2019. Im Bild die erste Mannschaft in der aktuellen Saison. Hinten, von links: Christian Keller, Thierry Barb, Felix Schmidle, Julian Völz, Eduard Nowack, Matthias Feldmann, Luka Schmidt, Patrick Braun, Amoin Bouhouch und Steffen Späthe. Mitte, von links: Raffele Cella (TW-Trainer), Klaus Bächle (Betreuer), Sahin Pour Norouz, Sandro Knab, Giuseppe Ferrara, Alessio Paciulli, Angelo Armenio, Fabrizio Tardo, Marc Schikowski (Co-Trainer) und Michael Wasmer (Trainer). Vorn, von links: Giuseppe Catanzaro, Alija Kapidzija, Felix Zölle, Arber Islami, Fatih Er, Stefan Jehle, Christoph Mathis, Matteo Mäder, Tobias Lerch, Emanuel Esser. Nicht im Bild: Bujar Halili, Onur Dokuzkardes und Merit Osasumwen Edokpayi. | Bild: Jürgen Rudigier

Als weiterer Höhepunkt in der Geschichte des SV 08 kann das Spieljahr 1991/1992 angesehen werden, als der ersten Mannschaft der Aufstieg in die Verbandsliga, der höchsten Südbadischen Spielklasse, gelang. 1996 war der Abstieg aus dieser Liga aber nicht mehr zu verhindern. In der Saison 1998/1999 gelang der Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Doch die Freude währte nur ein Jahr, dann erfolgte wieder der Abstieg. Aber 2001 durfte der erneute Aufstieg in die Verbandsliga bejubelt werden. Die folgenden Jahre verliefen für die 08er sportlich eher enttäuschend. Die erste Mannschaft stieg in der Saison 2008/2009 nach 38 überbezirklichen Jahren wieder in die Bezirksliga Hochrhein ab.

Vom Hart- zum Kunstrasenplatz

Derweil verschlechterte sich der Zustand des Hartplatzes, sodass der Umbau in einen Kunstrasenplatz angestrebt wurde. Am 20. Oktober 2012 fand das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasen statt. Die erste Mannschaft schaffte fünf Jahre nach dem Abstieg den Aufstieg in die Landesliga. Die Rückkehr in den überbezirklichen Fußball, dem der SV 08 vor dem Abstieg über einen Zeitraum von 38 Jahren ununterbrochen angehörte, war endlich realisiert. Der SV 08 Laufenburg wird derzeit als Favorit in die neue Bezirksliga-Saison 2018/2019 gesehen.

Nach rund 50 Jahren erstrahlt das sanierte Sportheim des SV 08 in neuem Glanz.
Nach rund 50 Jahren erstrahlt das sanierte Sportheim des SV 08 in neuem Glanz. | Bild: Charlotte Fröse

Wiederum mit der Unterstützung der Stadt Laufenburg und vielen fleißigen Händen der Vereinsmitglieder wurde das Sportheim im vergangenen Jahr einer umfassenden Renovierung unterzogen. Das Dach des Sportheims wurde abgedichtet. Die Duschräume wurden neu gefliest und sämtliche Räume neu gestrichen. Neue Schränke und Stühle wurden für die Mannschaftsräume angeschafft und eine Entkalkungsanlage installiert. In der Vereinsgaststätte wurden die rund 50 Jahre alten Fenster ausgetauscht. Das Sportheim befindet sich nun in einem sehr guten und vorzeigbaren Zustand.

Der Verein und sein Stadion

  • Der SV 08 Laufenburg wurde 1908 gegründet. Der Erste Weltkrieg unterband den Spielbetrieb. Bereits 1919 erwachte in Laufenburg aber neues Fußballleben. Der Zweite Weltkrieg erzwang erneut eine Unterbrechung. 1947 erwachte der SV 08 erneut zu neuem Leben. Feste wurden 1983 (75 Jahre SV 08), 1990 (90 Jahre SV 08) und 2008 (100 Jahre SV 08) gefeiert.
  • Die Abteilungen: Der Verein besteht heute aus den Abteilungen Fußball und Gewichtheben. Der Abteilung Fußball gehören rund 250 Fußballer und 300 Passivmitglieder an. In der Jugendabteilung spielen nahezu 200 Jugendliche Fußball. Von der F- bis zur A-Jugend nehmen Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Der SV 08 hat eine starke AH-Mannschaft, in deren Reihen sich Spieler befinden, die in ihrer Aktivzeit in der Verbands- oder Landesliga spielten.
  • Das Waldstadion wurde am 20. August 1950 eingeweiht. Ein Vereinslokal befand sich im Café „Sonnenblick“ (Café „Sulger“ in der Oststadt) mit Umkleide- und Waschräumen. 1962 erstellte der SV 08 eine kleine Aufenthalts-, Umkleide- und Kassenhütte am Stadioneingang. 1966 erfolgte der Startschuss für die Installation einer Flutlichtanlage und mit dem Bau des Sportheims wurde begonnen. Über den Funktionsräumen entstand ein Vereinslokal samt Wohnung.

Als Ausweichplatz wurde 1966 ein Hartplatz gebaut. 1967 erfolgte die Einweihung des neu gestalteten Waldstadions. 1984 beschloss der SV 08, einen Rasenplatz anzulegen und einen neuen Trainingsplatz als Hartplatz zu entwerfen. Zudem wurde eine Leichtathletikanlage im Waldstadion erstellt. 1990 fand das erste Spiel auf dem Rasenplatz statt. 1991 erfolgte nach Umbauten die Einweihung des Waldstadions, im Großen und Ganzen entspricht es seiner heutigen Form. 2001 wurden die Funktionsräume des Sportheims renoviert. 2012 findet das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz statt. 2017 wurde die Sanierung der Funktionsräume des Sportheims gefeiert.

Charlotte Fröse