Laufenburg/CH In Laufenburg ein Tournee-Auftakt nach Maß

Das Irish Folk Festival startet in seine 44. Saison. Die jungen Musiker und Tänzer begeistern das Publikum in der Stadthalle Laufenburg.

„Zum großen Ausbruch“ – wie das Tournee-Motto "Great Escape" übersetzt lautet – startete das 44. Irish Folk Festival mit drei jungen Bands und der Sängerin Emma Langford am Freitag auf der Bühne der Stadthalle im schweizerischen Laufenburg. Es war ein toller Tourneeauftakt. Die Künstlerinnen und Künstler werden in den nächsten Wochen bis zum 17. November 24 Konzerte in der Schweiz und in Deutschland geben. Nach Laufenburg kamen sie auf Einladung von Renata Vogt, der Vorsitzenden des Kulturausschusses Brücke, mit Renata Vogt an der Spitze,

Das Irish Folk Festival hat sich in den vergangenen fast viereinhalb Jahrzehnten zu einem Sprachrohr der irischen Kultur entwickelt. Frei und unzensiert zeigt dieses Festival authentisch das junge Irland. In seiner ganzen Vielfalt bietet es jungen Musikern die Möglichkeit mit neuen Impulsen diese ursprünglichen Kultur weiterzuentwickeln.

Petr Pandula, einem Kind des Prager Frühlings, ist dies zur Herzenssache geworden. Der tschechische Schwabe ist seit 2000 musikalischer Leiter des Irish Folk Festivals. An der Westküste Irlands stöbert er in Pubs immer wieder neue verheißungsvolle junge Talente auf.

Die Gruppe Cúig begeisterte ihn bereits, als die Jungs, zwischen 9 und 11 Jahre alt, im Pub um die Ecke auftraten. Heute sind sie volljährig und setzen mit ihrem unverwechselbaren Sound Maßstäbe, die diese unkonventionelle Seite Irlands weltweit bekannt machen wird. Ihre irische, galizische und amerikanisch inspirierte Musik sprüht vor Energie und überträgt sich unmittelbar auf die Tanzfläche.

Ganz anders Emma Langford. Auch sie gehört nicht zum Mainstream irischer Kultur. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme reflektiert sie die Gegenwart dieser Grünen Insel und schafft mit ihrem Irish Soul eine Musik, an der sich die Menschen trotz Rezession und Bankenkrise festhalten können.

Überschäumende Spielfreude brachten die Socks in the frying Pan mit nach Laufenburg. Auch sie haben für ihre Art irischen Folk, zu der die Fiddle, das diatonische Akkordeon und die Gitarre gehört, bereits Auszeichnungen erhalten.

Und Irland bringt Weltmeister des Stepptanzes hervor. Zur Fidel von Nicole Longergan „versteppen“ The Fusion Fighters nicht allein traditionelle Klänge. Auch Mozart und Beethovens Kompositionen lassen sich mit eisenbeschlagenen Schuhen feurig auf die Bühne bringen. Wechselnd wirbelten Füße im Duell mit dem Tamburin. Wilde Rhythmen, bei denen der ganze Körper der Tänzer zum Einsatz kommt, ließen die Anwesenden staunen.

Für Pandula, der die Künstler auch nach dem Festival begleitet, ist wichtig, dass die jungen Leute Freude am zwanglosen Zusammenspiel mitbringen. Auch wenn sie alle nicht in die typisch irische Schublade passen, brennen sie doch für die irische Musik. Ihr gemeinsamer Auftritt am Ende war der Höhepunkt des Abends. Das begeisterte Publikum ließ die Musiker erst nach langem Applaus gehen.

Weitere Infos im Internet:ww.irishfolkfestival.de

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