Obwohl der Kindergarten Hotzenplotz, der seinen Sitz in der Schulstraße 2 in Rhina hat, dringend eine weitere Teilzeit-Erzieherin (80 Prozent) sucht, betreut er mit zwei Erzieherinnen, Lisa Wolf (75 Prozent) und Corinna Kaiser (50 Prozent) insgesamt elf Kinder mit Behinderungen im Alter von zwei bis sechs Jahren. Eine weitere Erzieherin (50 Prozent) begann am Montag ihre Tätigkeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Die neue Leiterin ist auf den 1. April eingestellt. Zusätzlich hilft noch eine Hauswirtschafterin im Minijob. Danach ist die reguläre Belegung mit zwölf Kindern wieder möglich. Die staatlich anerkannten Erzieherinnen benötigen keine spezielle Ausbildung in der Behindertenhilfe. Allerdings sollten sie sich auf Kinder mit Behinderungen einstellen und sich auf diesem Gebiet weiterbilden. Die Ausbildung zur Heilerzieherin ist wünschenswert, jedoch nicht Voraussetzung für die Arbeit als Erzieherin im Kindergarten Hotzenplotz.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Kinder werden von Montag bis Mittwoch von 8 bis 15 Uhr und am Donnerstag und Freitag von 8 bis 12.30 Uhr betreut. Sie werden mit dem Bus des Deutschen Roten Kreuzes gebracht und wieder abgeholt. Dabei handelt sich um Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf im geistigen, körperlichen oder emotionalen Bereich. Es sind auch Kinder dabei, die seit ihrer Geburt mit Beeinträchtigungen leben.

Beim Besuch im Kindergarten Hotzenplotz standen neben den beiden engagierten Erzieherinnen auch Mutter Anita Di Bella aus Bad Säckingen Rede und Antwort.Sie musste ihre fünfjährige Tochter Vivien aus einem Regelkindergarten in Bad Säckingen herausnehmen, wo sie zusammen mit 28 Kindern betreut wurde, weil ihre Tochter dort kaum Anschluss fand und nicht mehr in die Einrichtung gehen wollte.

Von der Lebenshilfe Südschwarzwald werden im Schulkindergarten Hotzenplotz Laufenburg-Rhina in der Schulstraße 2, Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, im Alter von drei bis sechs Jahren, individuell betreut und gefördert.
Von der Lebenshilfe Südschwarzwald werden im Schulkindergarten Hotzenplotz Laufenburg-Rhina in der Schulstraße 2, Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, im Alter von drei bis sechs Jahren, individuell betreut und gefördert. | Bild: Reinhard Herbrig

Seit einem Jahr sei sie nun im Kindergarten der Lebenshilfe Südschwarzwald und die Angstzustände seien vollständig verschwunden, erzählte Anita Di Bella. Sie hatte sich vor einem Jahr an die Leiterin des Regelkindergartens in Bad Säckingen gewandt, die viel Verständnis für ihre Sorgen zeigte und sie mit der Frühförderung im Landkreis Waldshut in Verbindung brachte. Durch sie wurde sie dann im Kindergarten Hotzenplotz angemeldet.

Förderung in Kleingruppen

Wie Lisa Wolf, die derzeitige kommissarische Leiterin des Kindergartens berichtete, helfen die kleinen Gruppen mit höchstens sechs Kindern, sowie die besonders intensive Förderung durch speziell auf Kinder mit Behinderungen eingestellte Erzieherinnen, dass die Kinder bessere Fortschritte machen, sodass sie dann bei der Einschulung in eine Regelgrundschule, in der sie auch gefördert werden, integriert werden können. Dann greift die Inklusion auch besser. Die Kinder werden im Kindergarten Hotzenplotz zusätzlich durch Sonderschullehrer Hubert Holler pädagogisch betreut.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Lebenshilfe Südschwarzwald wurde 1994 auf Initiative betroffener Eltern gegründet. Die Schule in Rhina befand sich zunächst in den Räumlichkeiten der Laufenschule und befindet sich seit 2006 gegenüber der Laufenschule in der Schulstraße 2. Der Vereinssitz befindet sich in Titisee-Neustadt und Uli Pfeiffer ist der Geschäftsführer des Vereins. Eine weitere Schule für Kinder mit Behinderungen, die Schule „Regenbogen“, befindet sich am Stammsitz in ­Titisee-Neustadt.