Unter dem Motto „Heuschrecken – hören, schauen und bestimmen“ trafen sich am Samstagnachmittag beim Kindergarten Binzgen auf Einladung der Vorsitzenden von BUND Ortsgruppe Murg-Laufenburg, Martina Matt, interessierte Personen, um gemeinsam mit dem Diplombiologen Rainer Gottfriedsen in Feld und Wald nach den braunen und grünen Grashüpfern zu suchen.

Recht zutraulich war eine grüne Heuschrecke auf der Hand eines Teilnehmers der Exkursion, die am Samstagnachmittag oberhalb von Binzgen stattfand, so dass sie Martina Matt näher in Augenschein nehmen konnte.
Recht zutraulich war eine grüne Heuschrecke auf der Hand eines Teilnehmers der Exkursion, die am Samstagnachmittag oberhalb von Binzgen stattfand, so dass sie Martina Matt näher in Augenschein nehmen konnte. | Bild: Reinhard Herbrig

Auf der kleinen Wanderung, die Martina Matt und Rainer Gottfriedsen oberhalb von Binzgen unternahmen, wurde das Gehör für die Gesänge der Heuschrecken geschult. Obwohl es in Deutschland 80 heimische Arten von Heuschrecken gibt, fanden die Gruppe um Martina Matt zwei Heuschreckenarten: Die Langfühler-Schrecke und die Kurzfühler-Schrecke. Die Ausführungen von Rainer Gottfriedsen über die Lebensweise der Heuschrecken, lateinisch Chorthippus, faszinierte die Teilnehmer der Exkursion, die trotz leichten Regens, stattfand.

Mit großen Keschern waren die Teilnehmer der Exkursion, die vom BUND Ortsgruppe Murg-Laufenburg organisiert wurde, ausgerüstet, um einzelne Exemplare der Heuschrecken damit einzufangen, um sie genauer betrachten zu können.
Mit großen Keschern waren die Teilnehmer der Exkursion, die vom BUND Ortsgruppe Murg-Laufenburg organisiert wurde, ausgerüstet, um einzelne Exemplare der Heuschrecken damit einzufangen, um sie genauer betrachten zu können. | Bild: Reinhard Herbrig

Mit großen Keschern waren die Teilnehmer ausgerüstet, um einzelne Exemplare damit einzufangen, um sie genauer betrachten zu können. Wie Martina Matt erklärte, sind die Heuschrecken von dem Insektensterben ebenfalls betroffen, so dass es wichtig ist, sie vor dem Einsatz von Pestiziden, die maßgeblich Schuld an dem Insektensterben sind, zu schützen. Die Insekten sind die Nahrungsgrundlage für Vögel und Nager. Bei den Kindern des Laufenburger Kindersommers, Lakiso, die ebenfalls eingeladen waren, fand der Termin keinen Zuspruch. „Offensichtlich haben Kinder über zehn Jahren, die speziell eingeladen waren, andere Interessen“, begründete Martina Matt das Fehlen der Kinder zu dem angekündigten Termin.

BUND-Ortsgruppe hat 260 Mitglieder

Die BUND-Ortsgruppe Murg-Laufenburg umfasst die Gemeinden Laufenburg, Murg und Rickenbach mit 260 Mitgliedern und Förderern. Drei gleichberechtigte Vorstandsmitglieder bilden den Vorstand. Die Ortsgruppe existiert seit dem 28.10.1994. Martina Matt, Ledergasse 16a 79725 Laufenburg, Telefon 07763/201 43, per E-Mail (martinamatt@online.de).