Die Helfer des THW Ortsverbands Laufenburg haben im vergangenen Jahr 12 697 Stunden ehrenamtlich geleistet. Erfreulich ist der Helferzuwachs von 25 Personen, vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Zwei seltene Ehrungen erfuhren Lothar Pfeifer und Sigfried Mutter. Der Ortsbeauftragte Tobias Roming konnte an der Helferversammlung über ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Insgesamt 12697 ehrenamtliche Dienststunden für das THW und somit für die Menschen in Laufenburg und Umgebung haben die Helferinnen und Helfer geleistet. Davon waren 1001 Einsatzstunden und 2971 Stunden entfielen auf Ausbildung am Standort. Der Löwenanteil von 8725 Stunden entfiel allerdings auf Verwaltung, Besprechungen und Technische Dienste.

Viele Stunden sind bereits die Kinder und Jugendlichen engagiert. Der Ortsbeauftragte Tobias Roming ehrte die vier jungen Helfer mit den meisten Stunden: Lukas Herzmoneit, Tim Fischer, Paul Roming und Fabian Obergfell. Spitzenreiter war Paul Roming mit 442 Stunden, die anderen drei lagen im Bereich von beachtlichen 300 Stunden.
Viele Stunden sind bereits die Kinder und Jugendlichen engagiert. Der Ortsbeauftragte Tobias Roming ehrte die vier jungen Helfer mit den meisten Stunden: Lukas Herzmoneit, Tim Fischer, Paul Roming und Fabian Obergfell. Spitzenreiter war Paul Roming mit 442 Stunden, die anderen drei lagen im Bereich von beachtlichen 300 Stunden. | Bild: hak

An ihre Grenzen kommen jedoch die Führungskräfte, denn rund ein Drittel der 12 697 Dienststunden entfielen auf fünf Führungskräfte – damit ungefähr 800 Stunden pro Person, was einer halben hauptberuflichen Stelle gleichkommt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass diese Stunden den Familien der Führungskräfte abhandenkommen. Roming hob hervor, dass das nicht so weitergehen könne, auf Dauer ehrenamtlich nicht leistbar sei. Vor allem im Verwaltungsbereich werde Entlastung benötigt.

Elf Einsätze an drei Tagen

Zugführer Sebastian Thoma berichtete über ein stürmisch beginnendes Jahr 2018 mit elf Einsätzen in drei Tagen, denn Sturm Burglind hatte ganze Arbeit geleistet. Eigentumssicherung des ASH Daches, Einsätze im Stadtgebiet, Baumfällen, Versorgung eines Bauernhofes ohne Strom mit dem Aggregat, Deichverteidigung und Sandsäcke in Segeten und St. Blasien, Einsatz Radlader und MAN-Fahrzeug mit Ladekran in Menzenschwand, sowie Abstützen einer Stützwand hinter einem Wohnhaus in St. Blasien. Über das ganze Jahr wurden verschiedene Einsätze geleistet wie auch die Hilfe bei einem Großbrand in Wehr. Insgesamt wurden im Vorjahr 41 Einsätze erbracht, davon waren 20 Fachberater-Einsätze. Ferner wurde an Fasnacht bei der Verkehrssicherung geholfen, und auch beim Slowup wurden Posten besetzt.

Leistungsabzeichen in Bronze

Sechs Jugendliche legten das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Teilgenommen wurde am Landesjugendlager. Erfreulich ist, dass der Ortsverein nun eine Minigruppe mit 15 Kindern hat. Begonnen wurde im November mit dem Umbau und der Erweiterung der Unterkunft. Auch Beschaffungen wurden betätigt, so ein Kernbohrgerät, ein Anhänger mit Wechselbrücke und ein Stapler mit drei Tonnen Hubkraft. Fertiggestellt und in THW-Betrieb genommen wurde das ehemalige Feuerwehrboot. Zahlreiche Gäste aus Politik, Führungskräfte aus Feuerwehr, DRK, Polizei und Schweizer Zivilschutz würdigten die Leistung des THW und freuten sich über die gute Zusammenarbeit. Der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner betonte: "Es ist unsere Pflicht, dass wir die Frauen und Männer des THW mit den besten Geräten und der besten Ausrüstung versehen und das Ehrenamt mit ganzer Kraft unterstützen." Und Franz Brüstle, Leiter des Polizeipostens Laufenburg, hielt fest: "Man weiß, der andere ist da, man kann sich auf ihn verlassen."

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von langgedienten THW Mitgliedern. Für 40 Jahre zeichnete Jens Olaf Sandmann, der stellvertretende Landesbeauftragte, Sigfried Mutter aus. Und dann konnte er vermelden: "Es ist das erste mal, dass ich das machen darf – eine Ehrung für 60 Jahre". Diese galt Lothar Pfeifer, der auch den Ortsverein 38 Jahre als Ortsbeauftragter leitete. Mit Standing Ovations würdigte die Versammlung die Ehrung. Auch für dieses Jahr ist schon wieder einiges geplant. Neben dem Um- /Erweiterungsbau wird sich der Ortsverein wieder mit dem Erstellen einer Hilfsbrücke in St. Blasien beschäftigen, die Jugend nimmt am Bundesjugendlager in Thüringen teil. Hinzu kommen SlowuP, Brückenzelt und Ausbildungen.