Laufenburg Hände hoch für Orangen, Wecken und Würste: Narrolaufen der Narro-Altfischerzunft lockt viele Besucher

Das Narrolaufen der Narro-Altfischerzunft erweist sich wieder als Publikumsmagnet. Und die Zunftbrüder sind spendabel und verteilen 250 Kilo Orangen, 2000 Würste und 3000 Wecken an die große Anhängerschar.

„Fahr ufe, fahr abe, fahr Laufeburg zue, wie tanze die Narre, wie chläppre die Schuh“. Ein Narrenspruch nach dem anderen wurde beim traditionellen Narrolaufen der Narro-Altfischerzunft in die Laufenburger Gassen geschrieen. Ein Hagel von Orangen, Wecken und Würsten ergoss sich auf die schreienden Kinder und wie ein wogendes Meer streckten sich dabei deren Hände nach oben. Jedem Narro lachte das Herz beim Narrolaufen am Fasnacht-Dienstag. Und immer wieder wurden Fasnachtssprüche geschriehen: „S’isch Fasnacht, s’isch Fasnacht, d’Buure frässe Würscht, und wenn sie alli g’frässe händ, so lönd sie langi Füürz“. Die Zunftbrüder zogen wie immer ganz traditionell rückwärts – begleitet von einer großen Anhängerschar – durch das Städtle.

Die Taschen der zahlreichen Besucher waren am Ende mehr als voll und überall sah man freudige Gesichter. Der ein oder andere verspeiste seinen leckeren Fang an Ort und Stelle. Die Zunftbrüder hatten wieder keine Kosten gescheut und verteilten an ihrem traditionellen Narrolaufen 250 Kilo Orangen, 2000 Würste und 3000 Wecken. Nach dem Narrolaufen im Städtle ging noch eine Abordnung der Narronen ins ASB Pflegeheim und verteilten auch dort Würse und Wecken. Für den Brauch des Narrolaufens gibt es verschiedene Deutungen. Nach der Überlieferung handelt es sich beim Narrolaufen um die Fortführung des mittelalterlichen Brauchs der Witwen- und Waisenbescherung. Fischerei und Flößerei forderten zu jeder Zeit ihre Opfer, so dass es in der Stadt immer häufiger hilfsbedürftige Waisen und Witwen gab. Sie mussten nach den Fischer- und Flößerverordnung aus der gemeinsamen Kasse der Zunft unterstützt werden.

Und heute ist es so, dass jeder Zunftbruder der Narro-Altfischerzunft seine eigenen Würste, Wecken und Orangen bei der Zunft ordert und sein Wurfmaterial spendet. Die kleinen und großen Narren freut der Brauch und auch die Narronen selbst haben sichtlich Spaß daran.

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