Mehr als 50 Personen, die am Dienstag in den Rathaussaal strömten, zeigten ihr Interesse an der Gründung eines Stadtseniorenrats. Bürgermeister Ulrich Krieger begrüßte dazu eine Reihe Referenten, die Erfahrung mit dem Thema haben. Dazu zählte Gernot Strohm vom Kreisseniorenrat, der Bürgermeister von Küssaberg, Manfred Weber, Wolfgang Tritschler vom Ortsseniorenrat Murg und Hartmut Venz vom Ortsseniorenrat Pro Sen aus Küssaberg. Außerdem begrüßte Krieger eine Reihe von Stadträten, die ebenfalls an dem Thema Seniorenrat interessiert sind.

Bürgermeister Krieger freute sich, dass Jürgen Wagner und Dieter Hähnel aus Laufenburg die Initiative zur Gründung eines Stadtseniorenrates ergriffen haben. Wie Gernot Strohm vom Kreisseniorenrat erklärte, können die bereits bestehenden Ortsseniorenräte von Küssaburg und Murg, den Laufenburgern gute Anregungen geben, wie sie bei der Gründung vorgehen können. Im Landkreis Waldshut gibt es bereits elf Ortsseniorenräte.

Die Ausführungen von Hartmut Venz und Wolfgang Tritschler zeigten, was ein Seniorenrat alles für die älter werdende Bevölkerung tun kann: Das fängt mit Beratungsangeboten zu seniorengerechtem Wohnen an und hört bei Computerkursen für Ältere auf. Ein wichtiger Baustein ist demnach die Nachbarschaftshilfe. Hier ist ein breites Angebotsspektrum möglich. Von der Gartenarbeit über kleine Reparaturen im Haus bis hin zu Fahrdiensten, sei alles möglich.

Krieger dankte den Referenten für ihre ausführlichen Berichte, von denen Laufenburg lernen könne. Dies brachten im Anschluss Jürgen Wagner (66 Jahre) und Dieter Hähnel (62 Jahre) zum Ausdruck, die ähnliche Initiativen in Laufenburg ergreifen wollen. Zunächst wolle man sich in Form einer Interessengemeinschaft organisieren, die später in einen eingetragenen Verein münden kann. Die Interessenten an einem Stadtseniorenrat wollen sich schrittweise entwickeln und zunächst die einzelnen Tätigkeitsschwerpunkte herausarbeiten.

Dieter Schwandt lobte die Initiative von Wagner und Hähnel und fand die Ideenvielfalt, die durch die Ausführungen der Referenten zum Ausdruck kam, bemerkenswert.

Fünf Personen haben sich spontan in die Liste eingetragen, mit der sie ihre Bereitschaft bekundeten, im zukünftigen Stadtseniorenrat mitzumachen. Krieger ist davon überzeugt, dass sich ihnen weitere Personen anschließen werden, die jedoch noch etwas Zeit benötigen, um eine Entscheidung zu treffen. Sie können sich bei der Stadt oder bei den beiden Initiatoren, Jürgen Wagner und Dieter Hähnel melden, die sich in nächster Zeit mit den interessierten Personen treffen werden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Jürgen Wagner ist unter der Telefonnummer 07763/34 33 zu erreichen.


Der Stadtseniorenrat

Im Landkreis Waldshut haben von den 32 Städten und Gemeinden elf einen Seniorenrat. Der Stadtseniorenrat von Laufenburg soll zukünftig als ein beratendes Gremium fungieren, um die Interessen der älteren Generation in den politischen Prozess einzubringen. Bürgermeister Ulrich Krieger hat Jürgen Wagner und Dieter Hähnel beauftragt, mit interessierten Bürgern von Laufenburg die Gründung eines Stadtseniorenrates voranzutreiben.