Ein großer Tag für die Feuerwehr Murg: Am Sonntag wurden nicht nur die drei neuen Einsatzfahrzeuge übergeben. Bei einer großen Schauübung an der Murgtalschule konnten die Murger Feuerwehr zusammen mit den Wehren aus Bad Säckingen und Laufenburg sowie DRK und THW ihr Können vor einem großen Publikum zeigen. Am frühen Nachmittag war es mit der sonntäglichen Ruhe in der Murger Mitte vorbei: Die Feuerwehren aus Murg, Bad Säckingen und Laufenburg kündigten ihr Kommen mit lauten Sirenen an, dichter Rauch quoll aus dem oberen Stockwerk der Murgtalschule. Doch bestand kein Grund zur Sorge für die 82 Schüler, welche zusammen mit ihren fünf Lehrern in ihren Klassenzimmern ausharrten: Es war nur "Diskonebel", der ihnen den Weg nach draußen versperrte. Von der Jugendfeuerwehr mit Bratwurst, Kuchen und Erfrischungen versorgt, bestaunten die über 100 Zuschauer das von Feuerwehrkommandant Stefan Fräßle fachkundig kommentierte Geschehen. Ganz wie bei einem echten Notfall entdeckte Gemeinderat Detlef Rüdiger als zufälliger Passant das Feuer und informierte telefonisch die Leitstelle Waldshut.

Auch die Anfahrt der Feuerwehren erfolgte unter realen Bedingungen von den jeweiligen Feuerwehrhäusern. Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant Armin Döbele traf zusammen mit seinen Murger Kollegen als erste Feuerwehr ein, kurz gefolgt von den Feuerwehren aus Bad Säckingen und Laufenburg sowie dem DRK und THW-Fachberater Tobias Roming. Nach einer ersten Sichtung der Lage wurden die Schüler über Sprungkissen und Drehleitern evakuiert. Acht Schüler hatten sich auf Anweisung im Gebäude versteckt, mit Atemschutz mussten die Feuerwehrleute im dichten Nebel alle Schüler finden und die Verletzten zu DRK-Stützpunkt am Nebengebäude bringen.

Schließlich wurde zur Begeisterung der jüngsten Zuschauer noch von den beiden Drehleitern aus das Dach der Schule gelöscht. Nach nur 40 Minuten konnte Stefan Fräßle dann Entwarnung geben: Feuer ist gelöscht, alle Schüler und Lehrer sind gerettet. Viel Lob für die alle Beteiligten gab es im Anschluss auch von Bürgermeister Adrian Schmidle: "Die Übung war hervorragend organisiert, ich kann mir keine bessere Zusammenarbeit vorstellen." Dem konnte sich Feuerwehrkommandant Stefan Fräßle nur anschließen. Durch die gemeinsame Übung habe man nicht nur die neue Murger Mitte besser kennenlernen können. Auch werde man zusammen mit der Schule mögliche Schwachstellen analysieren und können so für mehr Sicherheit sorgen.

Bei der anschließenden Schlüsselübergabe der drei neuen Fahrzeuge galt sein Dank dem Gemeinderat, welcher der Anschaffung trotz Kosten von über 200 000 zugestimmt hat. "Durch die zwei Mannschaftswagen und den Transportwagen wurde ein großes Defizit behoben, besonders der Jugendfeuerwehr werden die neuen Wagen sehr zugute kommen", so Fräßle.

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