Das Gesundheitsamt Waldshut kann keine wesentlichen Hygienemängel im Kindergarten Rhina erkennen. Mehrere Eltern hatten im April gegenüber der Behörde reklamiert, dass in der Betreuungseinrichtung die vorgeschriebenen Standards nicht eingehalten würden. Doch das Gesundheitsamt hatte schon bei früheren Kontrollen nur kleinere Beanstandungen gemacht und erachtet eine erneute Hygienebegehung als nicht notwendig.

Keine Häufung von Krankheitsfällen

Dies erklärt das Amt in einem Schreiben vom 7. Mai, das der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger am Montag dem Gemeinderat und der Presse übergab. Dem Gesundheitsamt ist demnach keine auffällige Häufung von Krankheitsfällen im Kindergarten Rhina bekannt. Auch das Leitungswasser im Kindergarten könne als Trinkwasser genutzt werden.

Gemeinderat am Montag vor Ort

Am 30. April hatten sich zwei Eltern beim Gesundheitsamt brieflich und telefonisch über unzureichende hygienische Zustände im Kindergarten beschwert. Auch in der Gemeinderatssitzung am 29. April hatten Eltern erklärt, dass die Sanitäranlagen sämtlichen hygienischen Anforderungen widersprächen. Der Bürgermeister trat bereits damals dieser Darstellungen entgegen. Am Montag nutzte er die Begehung der ehemaligen Laufenschule, um den Gemeinderat einen Blick in die Sanitärräume des benachbarten Kindergartens werfen zu lassen.

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Krieger berichtete von den zurückliegenden Begehungen durch das Gesundheitsamt und die Stadtverwaltung. Als Ergebnis seien die Grundreinigung intensiviert und eine Fluraufsicht eingeführt worden. Gravierende Hygieneverstöße habe es aber auch zuvor nicht gegeben, wie Krieger unter Bezugnahme auf das Schreiben des Gesundheitsamtes betonte. Eine Grundsanierung des in die Jahre gekommenen Sanitärtrakts bezeichnete der Bürgermeister als wünschenswert. „Wir können das aber erst machen, wenn wir wissen, das wir dieses Gebäude auch weiterhin als Kindergarten nutzen.“

Bagarella: „Haben ein offenes Ohr“

Stadträtin Heidi Bagarella (SPD) zeigte sich „traurig“ darüber, dass die Eltern sich sofort an das Gesundheitsamt gewandt hätten, statt ihr Anliegen an die Stadtverwaltung oder an den Gemeinderat heranzutragen. „Wir haben alle ein offenes Ohr für so etwas.“