Am Häxefüür weiß man nie, was man bekommt: etwas Süßes oder eine Handvoll Konfetti. In den Taschen der Hexen, Dämonen, Geister und sonstigen Gruselgestalten, die am Nachtumzug am Samstag in der Laufenbrger Altstadt unterwegs waren, steckte wohl beides. So war es offenbar nur eine Frage der Sympathie, wer im Publikum was davon zugesteckt bekommt. Kinder erhalten in der Regel Süßes, größere Kinder mit großer Klappe eher die Konfettiabreibung, ebenso Erwachsene. Manche Hexen gingen sogar noch weiter, indem sie besonders den jungen Damen die Schuhe auszogen – Beute machen, war sehr beliebt bei den Maskenträgern.

61 Gruppen von beiden Seiten des Rheins beteiligten sich am Nachtumzug, der mit der symbolischen Entzündung des Häxefüürs und der Begrüßung der Umzugsteilnehmer auf dem Rathausplatz begann. Den Veranstaltern der Waldgeister Rhina und Stadthäxe Laufenburg war es wieder gelungen, bunte, schräge, eindrucksvolle, laute und fröhliche Gruppen ins Städtle zu holen. Darunter waren viele Gruppen aus der Region, wie zum Beispiel die Hochsaler Höllenknechte, die Bad Säckinger Totenbühlteufel und Schwarzer-See-Geister, die Rippolinger Wildsäu oder die Grunholzer Paradiesvögel. Natürlich waren auch die Binzger Enzebächle Füchs und die Hotzenblitzer aus Görwihl dabei.

Das Wetter spielte mit, nur auf der Brücke wehte ein kühler Wind. Obwohl sich dort zwischendurch Lücken im Umzug auftaten – offenbar, weil sich in der Hauptstraße alles staute – war die Stimmung gut. Für den musikalischen Schmiss kamen die Guggenmusiken auf. Zwischendurch gab es neben den bekannten Masken solche zu sehen, die einem nicht jeden Tag über den Weg laufen. Dazu gehörten die Däninger Dübbaggeischder, die Freiburger Weiherhexen mit Teufel, die Höllengrabengeister oder die Toggenburger Waldhäxen. Auch Gorillas aus Russenried machten die Nacht unsicher. Nach dem Umzug war nicht Schluss. Bei kostenloser Häxesuppe und Partys in der Codman-Anlage und auf dem Marktplatz ging es närrisch weiter.