Die Ausstellung "Postbeförderung mit der Bahn auf der Hochrheinstrecke Basel-Konstanz" wurde am Mittwochnachmittag im Foyer des Rathauses Laufenburg eröffnet. "Von 1863 bis 1981 wurde die Post von Basel bis Konstanz mit der Bahn befördert", erklärte der passionierte Briefmarkensammler Bernd Herding aus Laufenburg. 22 Besucher waren der Einladung der Briefmarkenfreunde unter der Leitung von Egon Gerteis, gefolgt und nahmen an der Eröffnung teil.

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Während sich der Bau der Hochrheinautobahn A 98 bereits über viele Jahrzehnte hinzieht und auch die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke bisher noch nicht erfolgt ist, brauchte es für den Bau der Bahnstrecke vom Vorschlag 1833 bis zur Inbetriebnahme 1856 lediglich 26 Jahre. Bald nach der Eröffnung der Bahnstrecke wurde auch die Post auf ihr transportiert.

6 Kilo schwere Postbeutel

Am Ende des Ersten Weltkriegs standen der Deutschen Reichsbahn hierfür 915 Loks, 27600 Güterwagen und 2500 Personenwagen zur Verfügung. Die Post wurde den Bahnpostlern in Postsäcken übergeben, die sie dann während der Fahrt sortierten und an den einzelnen Haltestellen ablieferten. Dabei war der Briefbeutelabwurf während des 19. Jahrhunderts üblich. Erreichte der Zug die Abwurfstelle, gab der Lokführer ein Pfeifsignal und der Bahnpostler warf den 6 Kilogramm schweren Beutel aus dem fahrenden Zug. Da es beim Abwurf oft zu Unglücksfällen kam, wurde das Abwerfen der Beutel 1900 eingestellt. Am 29. Mai 1981 wurde die letzte Post mit dem Zug Nummer 5640 von Waldshut nach Basel befördert. Von da an erfolgte der Posttransport über die Straße.

Applaus für Bernd Herding

Solche und ähnlich Geschichten gab Bernd Herding bei der Erklärung der sechs im Foyer des Rathauses aufgestellten Schautafeln mit hunderten Postkarten und Bildern von Eisenbahntunneln und Bahnhöfen zum Besten – sehr zur Freude der zur Ausstellugnseröffnugn erschienenen Besucher. Sie dankten ihm dafür mit einem kräftigen Applaus.