Laufenburg macht Ernst. An der kommenden Gemeindeversammlung legt der Stadtrat den Stimmberechtigten ein ganzes Paket an Verpflichtungs- und Projektierungskrediten zu verschiedenen Liegenschaften in der Laufenburger Altstadt und in der Dorfkernzone des Ortsteils Sulz vor. Insgesamt beträgt die Kreditsumme fast 2,3 Millionen Franken. „Das ist der erste große Schritt bei der Realisierung unseres Altstadtkonzepts“, sagt Vizeammann Meinrad Schraner.

Rückblick auf Konzept

Zur Erinnerung: 2016 hatte der Souverän dieses Konzept gutgeheißen und den Stadtrat ermächtigt, Liegenschaften in der Laufenburger Altstadt und in der Sulzer Dorfkernzone zu kaufen, zu sanieren und dann zu vermieten. Insgesamt 20 Millionen Franken darf der Stadtrat ausgeben, pro Liegenschaft bis zu 3,5 Millionen für Kauf und Sanierung. Alles mit dem Ziel, langfristig das gesellschaftliche Leben im Städtchen aufzuwerten und die Quote der Sozialhilfebezüger zu senken.

Haus an der Marktgasse und Pfarrhof

Als erste Liegenschaft erwarb der Stadtrat im Juli 2018 das Haus an der Marktgasse 169. Nun folgt der Kredit für die Umsetzung des Bauprojekts. Geplant ist unter anderem, die beiden leerstehenden Wohnungen im Gebäude zu renovieren. Für die Arbeiten beantragt der Stadtrat einen Kredit in der Höhe von 218 000 Franken. Auch für das Projekt beim Alten Pfarrhof im Ortsteil Sulz beantragt der Stadtrat einen Baukredit. Für gut 1,7 Millionen Franken soll das geschichtsträchtige Gebäude saniert und umgebaut werden. Insgesamt sollen fünf Wohnungen entstehen.

„Adler“ in Laufenburg

Um Projektierungskredite geht es bei der Liegenschaft Kleinstadt 4 in Sulz (200 000 Franken) sowie bei der Liegenschaft Adler in Laufenburg (128 000 Franken). Beide Gebäude hat die Stadt im Januar erworben. Das Haus im Ortsteil Sulz soll durch einen Neubau mit acht Wohnungen ersetzt werden. Der „Adler“ am Laufenburger Marktplatz wird hingegen saniert.

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Bis Ende Mai lief ein Studienwettbewerb dazu. „Dieser war mit dem klaren Auftrag an die teilnehmenden Architekturbüros verbunden, die bestehende Nutzung beizubehalten“, sagt Meinrad Schraner. Das Erdgeschoss wird auch nach der Sanierung als Restaurant genutzt, in den Obergeschossen bleiben Wohn- oder Büroräumlichkeiten.

Der heutige Estrich im Dachgeschoss soll zu weiterem Wohnraum ausgebaut werden. Findet der Projektierungskredit die Zustimmung der Versammlung, so startet direkt danach die Ausarbeitung des Bauprojekts. Der Baukredit soll voraussichtlich am 15. November, allerspätestens aber im nächsten Sommer vor die Versammlung kommen. Hintergrund ist der schlechte Zustand des Dachs. Gebaut werden soll deshalb nach Möglichkeit schon im kommenden Jahr.

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„Bis jetzt dürfen wir mit der Arbeit am Altstadtkonzept zufrieden sein“, zieht Schraner ein Zwischenfazit. Werden die Kredite gutgeheißen und münden die Projektierungskredite dereinst in Baukredite, die dann ebenfalls gutgeheißen werden, sei rund die Hälfte des Altstadtkonzept-Kredits investiert. Das derzeitige Projektportfolio sei anspruchsvoll, sagt Schraner. Die Umsetzung fordert nicht nur den Stadtrat, sondern auch die Bauverwaltung sowie die Projektteams. „In erster Linie geht es nun deshalb darum, diese Projekte umzusetzen. Danach werden wir in einem weiteren Schritt entscheiden, ob wir weitere Projekte angehen“, so Schraner.