„Obwohl Berivan Al Hassan bereits als Grundschullehrerin in Syrien gearbeitet hat, musste sie in Deutschland die Prüfungen für den Beruf als Erzieherin nach einem zweijährigen Anpassungslehrgang noch absolvieren“, erklärte Bürgermeister Ulrich Krieger, als er sie am Dienstagvormittag als vollwertige Erzieherin im Kindergarten Rhina vorstellte. Er bedauerte, dass die in Syrien erworbene Ausbildung als Grundschullehrerin in Deutschland nicht anerkannt wird.

Vollwertige Erzieherin

Umso mehr sind die Anstrengungen, die mit der Ausbildung in Deutschland verbunden waren, zu schätzen. Mit dem Fachbericht „Berliner Eingewöhnungsmodell in Bezug auf Kindergartenkinder von 3-6 Jahren“ und zwei Arbeitszeugnissen, die sie beim Regierungspräsidium Stuttgart vorlegen musste, wurde ihre zweijährige Ausbildung anerkannt, so dass sie jetzt als vollwertige Erzieherin im Kindergarten Rhina arbeiten kann.

Wie sie versicherte, fühlt sie sich im Kindergarten Rhina wie in einer Familie wohl und ist sehr froh, dass sie hier weiter arbeiten kann. Auch ihr Ehemann hat eine Prüfung erfolgreich abgelegt, so dass sie zusammen in Laufenburg bleiben können. Wie Kindergartenleiterin Claudia Schmidt versicherte, wird sie gleichberechtigt mit den übrigen 14 Erzieherinnen eingesetzt. Die Kinder haben sie sehr gern. Ihr moslemischer Glaube ist dabei eher eine Bereicherung, als ein Hinderungsgrund, erklärte sie.

Seit 2014 in Deutschland

Berivan Al Hassan ist seit 2014 mit ihrem Mann und zwei Kindern in Deutschland und seit 2016 in Laufenburg. „Sie ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration von Flüchtlingen aus Syrien oder anderen Ländern, aus denen Menschen flüchten müssen“, erklärte Krieger. Sie spricht einwandfrei deutsch, was auch eine Voraussetzung für die Anerkennung der Ausbildung ist. Sie wurde aufgrund ihrer guten Leistungen früher als erwartet als Erzieherin anerkannt. Sie ist bereits seit 1. November als Erzieherin angestellt und verstärkt das Kindergarten-Team in Rhina.