Zahlreich erschienene Blasmusikfreunde durften am Samstag in der Möslehalle in Luttingen das Jahreskonzert des Musikvereins Luttingen und dessen Gästen aus Gaiß-Waldkirch als Doppelkonzert erleben. Wie es zu dieser Konstellation kam, verriet Andreas Krause, Vorsitzender des MV Luttingen. „Unser Dirigent Jörg Murschinski musizierte selbst einige Jahre in Gaiß-Waldkirch. Über dieses Doppelkonzert möchten wir die dadurch bestehende Beziehung weiter aufbauen und stärken.“

Den ersten Teil des Abends gestaltete der Musikverein Gaiß-Waldkirch unter der Leitung von Marina Reichmann. Das erste aufgeführte Stück trug den Namen „Sea Songs“. Weiter ging es mit den „Drei Briefmarken“; einem zeitgenössischen Werk. „Dieses Stück wird eine Herausforderung sowohl für uns Musiker, als auch für unsere Zuhörer, denn es beinhaltet sehr abstruse Musik“, leitete Natalie Gertis, die für den Musikverein Gaiß-Waldkirch durchs Programm führte, ein. Das Stück ist angelehnt an drei Gedichte von Christian Morgenstern. Der erste Satz des Werkes war geprägt von Soundeffekten, die durch einen je 50 prozentigen Anteil an Luft und Ton im zweiten und einem Streit zwischen dem Ehepaar Klarinette und Trompete im dritten Satz abgelöst wurden. Das Stück „Serenade op. 22c“ zeichnete sich anschließend vor allem durch den 11/8 Takt und die Betonung der Notenphrasen aus. Mit dem Werk „Ross Roy“ von Jacob de Haan verbinden die Musiker aus Gaiß-Waldkirch eine ganz besondere Erinnerung. Der Künstler komponierte für das Kirchenjubiläum in Gaiß-Waldkirch ein Stück, bei dem die Kirchenglocken miteinbezogen wurden. „Ross Roy“ brachte besonders die Klänge eines Englischhorns hervor. Abgerundet wurde dieser Konzertteil mit dem Stück „Brave Soundtrack Highlights“ und der Zugabe „Konzertmarsch Arsenal“.

Nach einer Präsentübergabe des Musikvereins Gaiß-Waldkirch an den Musikverein Luttingen als Dankeschön für die Einladung durfte der Musikverein Luttingen seine Jahresleistung präsentieren. Unter der Leitung von Jörg Murschinski durfte der Musikverein Luttingen das aktive Mitglied Diana Kaiser für 25 Jahre aktives Musizieren zum Ehrenmitglied ernennen. Kaiser führte auch durch das Programm. Nach dem Ehrungsmarsch „Belgano-Marsch“ startete der Musikverein Luttingen mit der dreisätzigen Suite „Shalom!“, welche jüdische Volksongs verarbeitet. Dem Schmuddelwetter entgegenwirken sollte die ebenfalls dreisätzige „Jamaican Folk Suite“. Der Zusammenschnitt der Filmmusik von John Williams entführte die Gäste auf eine Reise durch „E.T“ und „Star Wars“, aber auch der olympische Geist der Spiele von 1988 und der „Weiße Hai“ durften nicht fehlen.

Das letzte große Stück mit dem Titel „Eighties Flashback“ katapultierte zurück in die 80er Jahre mit Passagen aus Michael Jacksons „Thriller“, „Time after Time“, „Eye oft the tiger“ von „Rocky“, „Up where we belong“ und „You give love a bad name“ von Jon Bon Jovi. Als Zugaben inszenierte der Musikverein aus Luttingen den „Castaldo-Marsch“ und das Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“. In diesem Jahr zum ersten Mal aktiv mitwirken durften Alina Tröndle und Alicia Lamade an der Querflöte, Lea Sonnenmoser an der Klarinette und Michael Schott am Waldhorn. Abschließend bedankte sich der Musikverein Luttingen noch bei seinen Gastmusikern Daniela Gerteis an der Querflöte, Gabi Maurer am Bariton-Saxofon und Lena Murschinski an der Bassklarinette.