Müde, aber glücklich und stolz blicken die Betreuer auf die ersten Laufenburger Waldtage zurück. Der Lohn der aufwendigen Vorbereitungen und einer 84-Stunden-Woche waren zufriedene Eltern und Kinder, die am liebsten statt Schule noch eine Woche Waldtage angehängt hätten. Kinder im Grundschulalter aus Laufenburg und benachbarten Gemeinden nahmen von 26. August bis 6. September, jeweils Montag bis Freitag, daran teil.

Gemeinsam durchstreiften die Kinder den Wald im Andelsbachtal.
Gemeinsam durchstreiften die Kinder den Wald im Andelsbachtal. | Bild: Daniela Krebs

Ausgehend vom alten Feuerwehrhaus in der Brunnenmatt, bei dem die Kinder kräftig und von Tag zu Tag lauter „Ritzen, Schnitzen, auf der Wurzel sitzen...“ sangen, gingen alle zusammen in den Allmendwald. Sie überquerten den Andelsbach und versammelten sich im selbst wieder aufgebauten Waldsofa. Die Kinder haben im Wald auch noch weitere Spuren hinterlassen. Ein Waldmandala, die Schnitzwerkstatt, ein Barfußpfad und selbst gebaute Hütten zeugen davon, dass hier gespielt wurde.

Nachhaltiges Essen

Nur, wer die Natur kennt und schätzt, schützt sie. Dies war ein Leitgedanke bei der Idee zu den Waldtagen. So war die Freude der Kinder an der Natur durch Selbstbestimmung und Freiwilligkeit maßgebend. Nachhaltigkeit war auch beim Essen eine Selbstverständlichkeit. Die Betreuerinnen kauften regional ein und bereiteten, teilweise mit den Kindern zusammen, das Mittagessen frisch zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Im freien Spiel gab es reichlich Gelegenheit, dem Bedürfnis nach Risiko, Wagnis und Abenteuer gerecht zu werden. Besonders der Hang und der Bach waren beliebte Naturspielplätze. In Bastelangeboten wurde schöpferisch kreativ gearbeitet und beim Schnitzen lernten die Kinder, sicher und verantwortungsbewusst mit dem Schnitzmesser umzugehen. Immer wieder waren Spaziergänger überrascht, dass sie plötzlich eine große Kindergruppe im Wald spielen sahen, da diese nicht, wie erwartet, von Weitem zu hören war.

Das könnte Sie auch interessieren

Da in den gemeinsamen Waldtageregeln ein sorgsamer Umgang mit Pflanzen und Tieren vereinbart wurde, nahmen die Kinder Tiere, die sie beobachten wollten, vorsichtig auf und ließen sie auch bald wieder an dem Ort frei, wo sie gefunden worden waren. Der Besuch des Ökomobils, ein Zusatzangebot in der ersten Woche, half den Kindern, die sonst gut versteckten Tiere im Bach aufzuspüren. Es wurden zahlreiche Bachflohkrebse gefunden sowie verschiedene Fliegenlarven, die auf eine sehr gute bis gute Gewässerqualität des Andelsbaches schließen ließen.

Wasser: An den heißen Sommertagen war es im Andelsbachtal schön kühl.
Wasser: An den heißen Sommertagen war es im Andelsbachtal schön kühl. | Bild: Daniela Krebs

Dass man draußen zwar Wind und Wetter ausgesetzt ist, aber im Wald doch recht gut geschützt ist, merkten die Kinder spätestens, wenn sie aus dem Wald in die Hitze hinaustraten. Leichter Nieselregen wurde im Wald überhaupt nicht bemerkt und wenn jemand nass wurde, dann richtig, und zwar von unten. Dies störte aber niemanden. Dafür machte das Spritzen mit dem Wasser am Bach doch zu viel Spaß. Durch die positive Resonanz fühlen sich die Betreuer darin bestärkt, die Waldtage auch im nächsten Jahr wieder anzubieten. In welchem Umfang dies möglich sein wird, hängt davon ab, ob sich noch zusätzliche Ehrenamtliche finden.