Wenn die Katze nicht zuhause ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. So ist das auch in Laufenburg. Die Katze ist in diesem Falle der Gemeindevollzugsdienst, bei dem seit der Zurruhesetzung einer verdienten (und in Kreisen Laufenburger Verkehrsteilnehmer als konsequent und durchsetzungsfähig bekannten) Mitarbeiterin längere Zeit eine von zwei Stellen längere Zeit nicht mehr besetzt war. Man hatte den Eindruck, dass die Autofahrer, die in diesem Falle die Mäuse sind, sehr schnell herausgefunden hatten, dass die Gefahr, im Parkverbot oder beim Überschreiten der zulässigen Parkdauer ein Knöllchen zu kassieren, sich sehr verringert hatte.

Schnell machte sich im Städtle eine gewisse Sorglosigkeit breit, wenn man vor der Parkuhr mal wieder keine passenden Münzen zur Hand hatte oder die Parkscheibe in der Ablage nicht fand. Es geht schließlich auch ohne!

Diese Zeiten sind vorbei, wie jüngst auf der Bahnhofstraße ein Knöllchen an der Windschutzscheibe eines Autos signalisierte. In der Tat: Wie zu hören war, wird beim Gemeindevollzugsdienst gerade ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet. Möglicherweise handelt es sich beim abgebildeten Knöllchen also um so etwas ähnliches wie dessen Gesellenstück. Nun bleibt abzuwarten, ob er tatsächlich der Falschparker im Städtle Herr beziehungsweise Meister wird.