Der Tourismus in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen. Auch am Hochrhein macht dies ein Umdenken und das Beschreiten neuer Wege notwendig. So lautete die Botschaft des baden-württembergischen Ministers für Europa, Tourismus und Justiz, Guido Wolf (CDU), bei einem Fachgespräch in Laufenburg anlässlich seines jüngsten Besuchs in der Region.

Die Teilnehmer

Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller diskutierten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinswesen die Situation und Herausforderungen des Tourismus im Landkreis Waldshut. Ebenso stand die kürzlich vorgestellte Tourismusstrategie des Landes im Mittelpunkt. Neben Minister Wolf und Hartmann-Müller zählten der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner, die Bürgermeister Ulrich Krieger (Laufenburg), Adrian Schmidle (Murg), Christof Berger (Herrischried) und Alexander Schönemann (Bernau) sowie Klaus Nieke (Amt für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr Landratsamt Waldshut) zu den Teilnehmern.

Vom Schwarzwaldverein nahmen der ehemalige Präsident Georg Keller, Ines Zeller (Vorsitzende Ortsgruppe Laufenburg) und Gebhard Baumgartner (Fachleiter Wege Ortsgruppe Laufenburg) teil. Corinna Steinkopf (Wirtschaftsförderung Rheinfelden) und Michaela Kaiser (Vorsitzende CDU Laufenburg) komplettierten die Runde. Dies schreibt das Büro von Sabine Hartmann-Müller in einer Pressemitteiung.

Die Lage im Tourismus

Zu Beginn stand die Lage im Tourismus im Fokus. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass der Tourismus sowohl in Baden-Württemberg als auch im Landkreis Waldshut eine Erfolgsgeschichte ist. Trotz steigender Beliebtheit teilten die Teilnehmer die Ansicht des Ministers, dass die erfreuliche Entwicklung nicht als Ruhepolster verstanden werden dürfe. Vielmehr gelte es, die Herausforderungen wie die Digitalisierung und den Klimawandel als Chance zu begreifen. Es sei ihm daher wichtig gewesen, so Guido Wolf, die Landes-Tourismuskonzeption zu überarbeiten und die Urlaubsregionen in Baden-Württemberg bei der Neuausrichtung aktiv zu unterstützen.

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Hartmann-Müller merkte an: „Der demografische Wandel, der Wunsch nach mehr Umweltschutz, aber auch der steigende Wettbewerb mit anderen Urlaubsdestinationen stellt unsere Urlaubseinrichtungen vor große Herausforderungen. Die neue Tourismusstrategie kommt deshalb zum richtigen Zeitpunkt.“ Diesem Lob schlossen sich alle Anwesenden an.

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Gleichzeitig forderten die Teilnehmer mehr Unterstützung für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs. Dieser sei gerade für den Landkreis Waldshut als ländlich geprägte Region und seiner topographischen Unterschiede essenziell. Hinzu käme der Nachhaltigkeitsaspekt, weshalb Feriengäste zunehmend auf Bus und Bahn umschwenkten. Ebenso gelte es, dem Gasthöfe-Sterben entgegenzuwirken. Hierbei sei man, so Wolf, in Verhandlungen mit dem Landesfinanzministerium. Sein Wunsch sei es, einen extra Fördertopf einzuführen, um beispielsweise die Nachfolge attraktiver zu gestalten und Investitionen anzuschieben, erklärte der Tourismusminister abschließend.