Die Laufenburger Gemeinderäte waren am Samstagvormittag zu einer Klausurtagung im Rathaus zusammengekommen, um sich von Bürgermeister Ulrich Krieger und Bauamtsleiter Roland Indlekhofer über die Projekte der Stadt informieren zu lassen. Danach folgte am Nachmittag von 14 bis 16 Uhr eine Ortsbegehung, um direkt zu sehen, welche Baustellen die Stadt noch offen hat. Den Start machten die Gemeinderäte an der Baustelle der Codmanstraße. Sie wurden von Ulrich Krieger, Roland Indlekhofer sowie Andrea Tröndle und Ann-Kathrin Kromer sachkundig informiert.

An der Baustelle Codmanstraße starteten die Gemeinderäte unter der Leitung von Bürgermeister Ulrich Krieger (Dritter von rechts) am Samstag um 14 Uhr, um danach drei weitere Baustellen in Laufenburg zu besichtigen.
An der Baustelle Codmanstraße starteten die Gemeinderäte unter der Leitung von Bürgermeister Ulrich Krieger (Dritter von rechts) am Samstag um 14 Uhr, um danach drei weitere Baustellen in Laufenburg zu besichtigen. | Bild: Reinhard Herbrig
  • Codmanstraße: Hier musste ein Teil des mit natürlichem Arsen belasteten Erdreichs ausgetauscht sowie Wasser. und Stromleitungen erneuert werden. Gleichzeitig wurde das Breitbandkabel verlegt, wobei zu jedem Haus ein Anschluss gelegt wurde. Während im vorderen Teil der Codmanstraße die Straße noch geöffnet ist, sodass die Gemeinderäte die verschiedenen Leitungen besichtigen konnten, die verlegt wurden, waren im Bereich von Grundschule, Kindergarten und Kinderkrippe die Leitungen fertig verlegt und die Straße wieder geschlossen, sodass keine Unfallgefahr für die Kinder bestand.
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  • Nahwärmeversorgung: Die zweite Station war die Nahwärmeversorgung. Sie versorgt sämtliche öffentliche Gebäude (Pfarrheim Heilig Geist, Hans-Thoma-Schule, Grundschule, Rappensteinhalle, Kindergarten und Kinderkrippe) mit Wärme und zum Teil auch mit eigenem Strom. Sie ist im Keller der Rappensteinhalle untergebracht und besteht aus zwei modernen Gasheizkesseln, neuen Ausgleichsbehältern und dem Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dem zusätzlich Strom erzeugt wird. Da für ein Holzpelettlager kein Lagerraum vorhanden war, entschied sich die Stadt für die Versorgung der Heizung mit Erdgas. Wie Krieger erläuterte, können sich noch private Hausbesitzer an die Nahwärmeversorgung anschließen. Neben der Besichtigung dieser neuen Anlage konnten die Gemeinderäte auch noch die Übergabe-Station in der Grundschule (altes Schulgebäude) in Augenschein nehmen, die dort die alte Gasheizung ersetzt hat.
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  • Hochbehälter: Die dritte Station führte die Gemeinderäte zum Hochbehälter Rappenstein, mit dem die Wasserversorgung der Stadt abgesichert wird. Der Hochbehälter wurde, wie viele Bauten aus Beton, in den 1970er Jahren gebaut.
Die dritte Station der Baustellentour führte die Gemeinderäte zum Hochbehälter Rappenstein, mit dem die Stadt mit Wasser versorgt wird.
Die dritte Station der Baustellentour führte die Gemeinderäte zum Hochbehälter Rappenstein, mit dem die Stadt mit Wasser versorgt wird. | Bild: Reinhard Herbrig

Die Kammern sind jetzt alle nacheinander sanierungsbedürftig. So war die Betonüberdeckung der Kammern zu gering und der Belag platzte an einigen Stellen ab. Die hinteren zwei Kammern wurden daher neu beschichtet und die Treppen durch Edelstahltreppen ersetzt. Außerdem wurden alle Kammern, in denen das Trinkwasser aufbereitet wird, mit Fenstern verschlossen, sodass jetzt Bau- und Reinigungsarbeiten durchgeführt werden können, ohne die Behälter vorher abdecken zu müssen. Mit der Sanierung wurde Anfang 2017 begonnen. Die Inbetriebnahme erfolgt am 4. November 2019, falls die Beprobung positiv verläuft. Mit der Sanierung der Außenfugen, der Reinigung des Außenbetons und der Umzäunung der Anlage, die nach Abschluss der sämtlicher Arbeiten erfolgt, möchte man noch dieses Jahr fertig werden.

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  • Kindergarten Laufenschule Rhina: Die vierte und letzte Station der Baustellen-Rundtour war die Laufenschule in Rhina. Nachdem die Sonderschule aus dem Gebäude ausgezogen ist, konnte es die Stadt für die Nutzung als Kindergarten und Kinderkrippe vom Landkreis Waldshut übernehmen. Bevor zunächst die über dreijährigen Kinder unter der Leitung des Kindergartens Rhina einziehen konnten, wurde die gesamte Elektroanlage für 60 000 Euro saniert. Der Umbau zur Nutzung als Kindergarten kostete weitere 90 000 Euro.
Die vierte Station der Baustellen-Rundtour des Gemeinderats war der Kindergarten Laufenschule in Rhina. Nachdem die Sonderschule aus dem Gebäude ausgezogen ist, konnte die Stadt es für die Nutzung als Kindergarten und Kinderkrippe übernehmen.
Die vierte Station der Baustellen-Rundtour des Gemeinderats war der Kindergarten Laufenschule in Rhina. Nachdem die Sonderschule aus dem Gebäude ausgezogen ist, konnte die Stadt es für die Nutzung als Kindergarten und Kinderkrippe übernehmen. | Bild: Reinhard Herbrig

Dafür konnte die Einrichtung vom alten Kindergarten Rappenstein übernommen werden. Für die Kinderkrippe müssen allerdings neue Möbel im Wert von 36 000 Euro und Spielzeug für 10 000 Euro angeschafft werden. Die Außenanlage, die allerdings erst im Jahr 2020 saniert wird, verschlingt nochmals 50 000 Euro.

Die Baustellen

Die Stadt Laufenburg unterhält mehrere Baustellen, die noch zum größten Teil in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Die aufgewendeten Kosten liegen bei der Codmanstraße bei 1,5 Millionen Euro, Die Nahwärmeversorgung kostet 800 000 Euro, die Sanierung des Hochbehälters kostet 1,7 Millionen Euro und die Renovierung und Einrichtung des Kindergartens Laufenschule kostet 246 000 Euro.