Vom „Darkroom“, der Dunkelkammer, tänzerischen Zeitreisen bis zur Lesung über Fidel Castros Zuckerinsel: Die 14. Laufenburger Kulturnacht am Samstag, 8. September, hat von 18 bis 24 Uhr wieder einiges zu bieten. Ähnlich wie die Kulturtage ist die eintägige Aktion grenzüberschreitend und eine kulturelle Plattform, die Begegnungen ermöglicht.

Startschuss um 17 Uhr

Am Samstag fällt um 17 Uhr offiziell der Startschuss auf der Laufenbrücke. Bis Mitternacht erhoffen sich die beteiligten Künstler regen Betrieb und Besuch. Zwei Tänzergruppen der Ballettschule Luise Krey gehen alle 20 Minuten an den Start mit vier Ballettbeiträgen auf der Laufenbrücke.

Das reicht vom Charaktertanz und Charleston bis zu den 60er Jahren. Die altersmäßig unterschiedlichen Gruppen alternieren und bespielen von 18 bis 20.30 Uhr die Brücke, dann übernimmt die Lehrerband der Musikschule Region Laufenburg mit Rock, Jazz und Blues.

Höhepunkte im Programm

Diese und andere Höhepunkte im Programm gab das Organisationskomitee am Montag bekannt und einige der Teilnehmer stellten ihre Ideen und Programme vor. Von badischer Seite aus ist die Stadtbücherei beteiligt, wo die Laufenburger Autorin und ehemalige SÜDKURIER-Redakteurin Petra Gabriel eine Lesung aus ihrem Kuba-Reisebuch veranstaltet, wobei auch etwas kubanische Atmosphäre geschaffen werden soll, wie Celina Eckert vom Tourismus- und Kulturamt verriet.

Museen mit von der Partie

Ein paar neue Teilnehmer sind dabei, die meisten aber kennt man schon von den letzten Kulturnächten. Auch die beiden Schweizer Museen, das Ateliermuseum Rehmann und das Museum zum Schiff, sind wieder mit von der Partie. Wie man hören konnte, will das Rehmann-Museum durch musikalische Vorführungen, Vorträge und Kulinarik stärkere Anziehungskraft ausüben als in der Vergangenheit. Auch soll es auf dem Weg zum Museum mehr Licht geben. Anziehungspunkt wird die Ausstellung mit zehn Künstlern aus Deutschland und der Schweiz auf der Rheinbrücke sein, darunter viele aus dem Lörracher Raum, alles Bildhauer wie der Laufenburger Roland Köpfer. Einblick gibt Simone Urbanke in ihre Atelier-Galerie mit einer Malerin und Bildhauerin als Gastausstellerin.

Natürlich ist auch viel Musik in allen Winkeln zu hören, etwa beim Live-Auftritt von Tina & Jo. Sie präsentieren Songs der 60er Jahre zum Mitsingen, zum ersten Mal auf dem Rathausplatz. Zwei Konzerte steuert die Initiative „Mit.dabei.Fricktal“ mit den Gruppen „PansKan“ und „Tutto kapputto“ bei, die karibische und italienische Musik spielen. Hier gibt es Möglichkeiten zur Begegnung in Multikulti-Atmosphäre inklusive Küchenbazar.

Überraschungskonzert

Leisere Klänge verspricht Thomas Sailer, der Lautenmusik von Bach und Dowland und Songs auf der Akustikgitarre spielt. Vor dem Keramikatelier gibt es ein Überraschungskonzert mit der Band von Cedric Hasler. Neben vielen anderen Einblicken in kunstgewerbliche Läden und Galerien mit Töpferkunst, Bildern, Klangschalen-Performances und Objektinstallationen bis hin zum Dunkel-Neon-Lichtraum sollte man sich den Beitrag des Narrenmuseums „Maria Grün“ der Narro-Altfischerzunft vormerken, die zuletzt vor neun Jahren an der Kulturnacht teilgenommen hat.

Geschichte der Fasnacht

Bei Führungen und Vorträgen kann man eintauchen in die Geschichte der Laufenburger Fasnacht, die Stefan Lehmann, Archivar der Fischerzunft, vornimmt, unterfüttert mit Videos. Das könnte spannend werden: Laufenburg vor 100 Jahren in einem Film zur Zeitgeschichte. Die Codman-Anlage bleibt dieses Jahr unbespielt, dafür ist die Theatergruppe WiWa mit Szenen aus dem Stück „Plötzlich und unerwartet“ in der Kultschüür mit dabei. Kulinarische Genüsse sind bei einem solchen Kulturfest nicht ganz unwichtig, deshalb kann man in der Schoggi-Werkstatt süße „Laufenburger Löwen“ probieren. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen!