Die Führungskräfte des Ortsverbands Laufenburg kommen mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz an die Grenze der Belastbarkeit. Sie haben vergangenes Jahr zu dritt insgesamt 2532 Stunden Dienst geleistet, was für jeden mehr als 800 Stunden bedeutet, die neben dem regulären Arbeitsalltag zusätzlich für das ehrenamtliche Engagement anfallen.

Die Helfer des THW-Ortsverbands Laufenburg absolvierten im Jahr 2019 insgesamt 12.268 Arbeitsstunden. 908 Stunden davon entfielen auf Einsätze, 3114 Stunden auf die Ausbildung und Übungen sowie 2752 Stunden auf die Jugendarbeit. Doch den Löwenanteil mit mehr als 5000 Stunden bildete der Aufwand für Verwaltung, Besprechungen und Prüfungen.

„Entlastung von Verwaltung und zum Teil unsinnigen Vorschriften, das würde uns in den Ortsverbänden helfen und es würde wahrscheinlich auch wieder zu mehr Motivation für uns Ehrenamtliche führen“, sagte Tobias Roming, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbands, bei der Hauptversammlung. „Gerne würde ich als Ortsbeauftragter auch mal wieder richtig Zeit haben, um mit meinen Helferinnen und Helfern an Ausbildungen teilzunehmen und das tun, weshalb ich eigentlich ins THW gegangen bin: meinen Mitmenschen in Notsituationen helfen können“, sagte er.

Erfreulich sei, dass die Bauphase für die Unterkunftserweiterung nun kurz vor dem Abschluss steht. Die offizielle Einweihung soll am 2. Mai gefeiert werden. Am 3. Mai stellt der THW-Ortsverband Laufenburg dann an einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung die neue Unterkunft vor.

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Die nächste Herausforderung für den Ortsverband ist es nun, den Fuhrpark zu erneuern, denn die Fahrzeugflotte hat ein Durchschnittsalter von 24 Jahren. Das älteste Fahrzeug, der MAN, hat bereits 39 Jahre auf dem Buckel. Bereits vor Jahren sind die Bestellungen durch die Regionalstelle erfolgt, „wann jedoch mit der Lieferung gerechnet werden kann, steht in den Sternen“, bedauert Roming.

Auch in der Jugendarbeit war der Ortsverband Laufenburg vorbildlich. Die Jugend erlernte nicht nur Techniken und absolvierte Übungen, sondern es gab auch gemeinsame Unternehmungen wie eine Jugendolympiade, Besichtigungen, ein Zeltlager und Kameradschaftspflege. Überaus gut entwickelt hat sich auch die Mini-Gruppe, die vor einem Jahr gegründet wurde. Zugführer Sebastian Thoma hielt Rückblick auf ein eher ruhiges Jahr mit 20 Einsätzen, darunter auch Fachberater-Einsätze sowie eine ungewöhnliche Hilfeleistung beim Brand einer Kompostierungsanlage in Singen durch den Einsatz von Radladerfahrern.

Erfreulich ist die gute Zusammenarbeit mit der Regionalstelle mit den übrigen Blaulicht-Organisationen, und das auch grenzüberschreitend mit der Schweiz. „Darauf können wir hier am Hochrhein sehr stolz sein, das ist in anderen Teilen der Republik bei Weitem nicht so“, erklärte Tobias Roming. Dass sich jede Organisation auf die anderen Partner verlassen kann, das bestätigten auch die zahlreich erschienenen Vertreter von Gemeinden, Feuerwehr, DRK, Polizei, Schweizer Zivilschutz und die übergeordneten THW Stellen in ihren Ansprachen als äußerst positive Entwicklung.